TechEd 2010 – Day 1, “Service Pack 1 Beta im Juli”
Windows-Tweaks Webmaster Sandro Villinger ist vor Ort auf der größten Microsoft-Konferenz des Jahres, der TechEd 2010. Was der Softwareriese zu erzählen hat, verrat ich hier. [Sandro Villinger]
Wann? 7. bis 10. Juni.
Wo? New Orleans
Auf der TechEd 2010 wird gezeigt, in welche Richtung Microsoft geht und welche neue Produkte und Veränderungen wir in den nächsten Jahren erwarten dürfen. Neben technischen und strategischen Infos, ist dieses Event auch der Ort um langjährige Kollegen wieder zu treffen. So traf ich gestern bereits langjährigen Freunde und Blogger-Kollegen Mary Jo Foley von ZDNet All About Microsoft, Paul Thurrott von WinSupersite.com, Long Zheng von IStartedsomething, Steven Bink von Bink.nu und Ed Bott von ZDNet Microsoft Report.
Obwohl der Fokus auf Entwicklung, Cloud Computing und Enterprise liegt, soll es auch einige Hintergrundinfos rund um Windows geben. Und die werd ich Ihnen, liebe Leser, über die nächsten Tage präsentieren.
Tag 1 – Die Keynote: Cloud Computing
Bob Muglia, President für Server und Tools Business, betritt die Bühne und verstärkt die Perspektive: Cloud Computing ist die Zukunft. Unsere Programme, unsere Daten, sollen künftig von Servern im Internet berechnet und dort gespeichert werden. Das spart lokale Ressourcen und somit auch Geld. Leistungsfähige PCs und Notebooks sind nicht mehr nötig. Wie das beim Film “Avatar” funktioniert hat, erklärt James Cameron und sein Team:
Windows 7 Service Pack 1: Öffentliche Beta Ende Juli
Microsoft gibt auf der TechEd 2010 bekannt: Eine erste Vorabversion von Service Pack 1 für Windows 7 (und Windows Server 2008 R2) erscheinen Ende Juli. So können Nutzer und Unternehmen schon jetzt die Verbesserungen ausprobieren.
“We’re fixing minor problems that have been found“, erzählt Bob Muglia. Richtig. Und das möchte ich auch hier unterstreichen: Windows 7 SP1 bringt keine massiven Verbesserungen. Keinen kosmetischen Schnickschnack. Keine neuen Sicherheitsfunktionen und Technologien (Windows XP SP2 anno 2004) und auch keine massiven Leistungsverbesserungen (Windows Vista SP1 anno 2008). Es ist ein klassisches Updatepaket, das Probleme löst und die Stabilität des Betriebssystems verbessern soll. So gibt es besonders viele Probleme beim Herunterfahren, dem Versetzen in den “Energie sparen”-Modus und beim Aufwachen aus Demselben, die mit SP1 gelöst werden. Auch Ärger mit besonders leistungsfähigen Rechnern, mit mehr als vier Prozessoren, oder mehr als 16 GByte Speicher werden gelöst.
Neben allen bekannten und bereits erschienen Windows Update, beinhaltet Windows 7 SP1 auch noch nicht erschiene Hotfixes. Einzig der Server-Bruder “Windows Server 2008 R2″ bekommt von SP1 zwei neue FUnktionen spendiert:
- Dynamic Memory: Für virtuelle Maschinen (mit Hyper-V) gibt es nun die Möglichkeit, den physikalischen Speicher dynamisch zu vergrößern oder zu verkleinern – je nach benötigter Auslastung und freiem Arbeitsspeicher des Servers! Dynamic Memory Funktion greift, wenn als Gastbetriebssystem Windows Server 2003 SP2, 2008 SP1 oder 2008 R2 in der Enterprise und Datacenter-Edition zum Einsatz kommen. Aber auch Vista SP2 und Windows 7 Enterprise und Ultimate Editionen können in einer virtuellen Maschine dynamisch auf den Arbeitsspeicher zugreifen. Virtuelle Maschinen mit XP bleiben Außen vor!
- RemoteFX: RemoteFX erlaubt das nahtlose Aufrufen von Programmen über das Netzwerk. Statt Programme lokal auf den Netzwerk-PCs (Clients) zu installieren, können Netzwerke mit Windows Server 2008 R2 so eingerichtet werden, dass Benutzer per Fernwartung auf die Programme des Servers zugreifen und sie vollständig auf dem eigenen PC nutzen. Mit RemoteFX klappt der Zugriff auf diese Programme allerdings spürbar besser: So werden Töne, Videos und alle Spezialeffekte (z.B. Aero oder Animationen) ohne merkliche Verzögerung vom Server ausgegeben – der Nutzer spürt beim Ausführen keinen Unterschied zu einer auf dem eigenen PC installierten Anwendung. Selbst OpenGL-Beschleunigung und der Zugriff auf lokal angeschlossene USB-Geräte (z.B. Digitalkameras) sollen über das Netzwerk möglich sein.