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WindowsXP – Fakten, Eindrücke und brandheiße Infos

| 3. Juli 2008

 

Mit einem großen Gewese überschwemmte Microsoft im Oktober 2001 den Betriebssystemmarkt mit einer neuen Programmversion. Die Redmonder Programmierer nannten ihr neues Wunderwerk Windows XP, dessen Kürzel für "eXPerience" steht, was zu deutsch Erfahrung bedeutet. Also stand die Entwicklung von XP nicht unter dem Motto der Neuerungen und faszinierenden Änderungen, sondern unter dem Gesichtspunkt, das Vorhandene weiter zu verbessern und sinnvoll zu erweitern. So nahm man sich endlich vor, die Verschmelzung zwischen den beiden unterschiedlichen Produkten Windows Me und Windows 2000 durchzuführen. Das Ziel war die Vorteile der Heimanwendergeneration wie z.B. Kompatibilität, Einfachheit, Multimedia und Spiele mit den positiven Eigenschaften der professionellen Schiene wie z.B. Stabilität, Sicherheit und Geschwindigkeit geschickt miteinander zu verbinden.

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Wie auch seine Vorgänger 2000/NT verzichtet Windows XP komplett auf den DOS Unterbau. Offiziell gibt es Windows XP nur in der 32bit-Variante, es gibt aber für professionelle Anwender und Firmen eine 64bit-Version von Windows XP.

Falls Sie von Windows Me auf Windows XP umsteigen müssen Sie sich erst noch ein wenig eingewöhnen, da viele Optionen andere Namen haben und unterschiedlich aufzufinden sind. Die Benutzerführung wurde aber erheblich verbessert und mit optischen Schmankerln aufgewertet. Das neue Farbschema macht einen verspielten Eindruck, sorgt aber trotzdem für eine gute Übersicht. Doch das klassische Windows 2000 ist immer noch inbegriffen.

Was kostet uns die Neuerung der Zukunft?
Selbst das kleinste Programmpaket Windows XP Home Edition will für 239€ den Besitzer wechseln, was angesichts der Tatsache, dass Sie eine für Anfänger abgespeckte Variante ist, zu hoch angesetzt ist. Zur Einführung von Windows 98, welches ja ebenfalls im Heimbereich spielt, verlangte Microsoft noch faire 199 DM. Die Profiversion geht für stolze 320€ über die Ladentheke. Ob die Funktionen, welche wir im folgenden Text beschreiben es ihnen Wert sind müssen Sie nicht selbst entscheiden. Ich bin bereit Sie individuell zu beraten, falls Sie einen Umstieg planen – würde mich freuen, von ihnen zu hören: hilfe@windows-tweaks.de

 

Die Unterschiede zwischen Windows XP und den alten Versionen
Wenn man die Windowswelt nur mit dem Auge betrachtet hat sich einiges getan. Das langweilige, seriöse Design von Windows 98/Me/2000 musste einem neuen bunten und ansprechendem Schema weichen, welches sich deutlich von allem bisher dagewesenen abhebt. Liebhaber des alten Designs können jedoch ohne große Mühe das moderne Design deaktivieren. Doch auch die inneren Werte zählen bei der aktuellen Generation von Microsofts Sprössling.

Die neue multimediale Welt von Windows XP
Wer sich für die neue eXPerience entschieden hat, dem blühen bereits nach dem ersten Start die neuen multimedialen Möglichkeiten. Der Windows Media Player, mittlerweile schon in Version 11 verfügbar, bietet die Möglichkeit dutzende Audio und Videoformate wiederzugeben. Er verfügt dabei über eine große Vielfalt von Funktionen wie z.B. eine Brennfunktion, Umwandeln von Musik, Radio hören und Infos abrufen. Das digitale Freudencenter bietet meiner Meinung nach eine sehr gute Ordnung der verschiedenen Musikstücke und Filme und hat die restlichen Freeware Programme in der Szene längst ausmanövriert.

MediaPlayer

Auch die neuen Bildbetrachtungsfunktionen mögen an dieser Stelle besonders hervorgehoben sein. Hier können Sie wie in einem Bilderbuch all ihre Fotos nacheinander durchgehen und Sie sogar in einer Diashow anzeigen lassen. Über die Aufgabenleiste im linken Teilfenster ist es sogar möglich, die Fotos in ein Labor zum Entwickeln zu schicken oder Sie auf CD zu brennen. Auch der bequeme E-Mail Versand per digitaler Postkutsche wird hier zum Kinderspiel.

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Traurig ist, dass diese Funktionen von den Benutzern zu selten genutzt werden. Sie erleichtern das Leben mit Windows ungemein und bieten auch einiges, was den User zunächst gar nicht interessiert. Auch geschlagenen Profis, welche hier von vornherein die Finger lassen, kann ich manchmal das Nutzen dieser Funktionen empfehlen.

Auch in eine neuen Version mit dabei ist der Windows Movie Maker, welcher schon in Windows Millennium seinen Einzug gehalten hat. Mit ihm können Sie einfache Clips schneiden, um diese platzsparend unterzubringen oder z.B. per E-Mail zu verschicken. Für professionelle Videobearbeitung ist das Werkzeug allerdings gänzlich ungeeignet weil es viele Funktionen wie z.B. verschiedene Videoformate, Effekte, Übergänge und vieles mehr vermissen lässt. Anfängern wie auch Profis kann ich hier nur zu Tools wie z.B. MGI VideoWave 5 raten, welches zwar seinen Preis kostet aber dafür einiges bietet.

Das weltweite Datennetz mit dem Internet Explorer 7.0
Zu Beginn noch in der Version 6, ist der umschwärmte Internet Explorer jetzt in der siebten Auflage verfügbar und bietet deutlich mehr Funktionsumfang und Sicherheit als vorheriger Versionen. Diesmal wurden dutzende Sicherheitslücken gestopft und die Geschwindigkeit mit der Seiten geöffnet werden erhöht. Dies konnte ich in einem Vergleichstest zwischen Windows Me und XP eindeutig feststellen – bei manchen Internetseiten kann man einen vorteil von 1 bis 3 Sekunden ausmachen, was gerade in der heutigen Zeit sehr erfreulich ist. Neu hinzugekommen ist außerdem das beliebte Tabbed Browsing, das dem User ermöglicht, mehrere Seiten in verschiedenen Registerreitern, den sogenannten "Tabs", zu halten. Einfaches Wechseln zwischen diesen Tabs erhöhen den Surfgesamtkomfort. Der Nutzer wird nun außerdem durch Informationsleisten auf z.B. gefährliche Downloads hingewiesen.

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Auch die neue Integration mit dem Media Player ist gut gelungen: Klickt man auf einen Audio/Video Link startet sich auf Wunsch in der linken Leiste des Explorers ein kleines Fenster, was den Titel oder den Film wiedergibt.

Mit MSN Messenger haben Sie ihre Freunde auf ihrem Computer
Mit dem Microsoft Network Messenger können Sie direkten Chatkontakt mit den Leuten aufnehmen, die ebenfalls dieses Programm eingerichtet haben. Sie sehen dann in einer übersichtlichen Liste die Namen ihrer Freunde, klicken doppelt auf den gewünschten Eintrag und schreiben ihrem Gegenüber eine Nachricht, die simultan auf dem Bildschirm des anderen erscheint.

 

Neuer Geschwindigkeitsrekord für Windowsfanatiker?
Microsoft versprach bereits im Voraus wahre Wunder im Bereich der Windows XP Schnelligkeit. Das Betriebssystem soll den Prozessor und den Arbeitsspeicher besser ausnutzen und effektiver damit arbeiten sowie die Festplatte sauber und damit schnell halten. Können die Windows eXPerience Macher dieses Versprechen auch einlösen?

Im Vergleich mit Windows 9x/Me geht XP als der klare Sieger in allen Geschwindigkeitsdisziplinen hervor. Es können wesentlich mehr Programme geladen werden und mit diesen kann man dann immer noch ohne Probleme arbeiten. Gerade die verbesserte Speicherverwaltung bringt im Spiele und Highendanwendungssektor ein Riesenplus an Performance. Derzeit kann nur noch Windows 2000 mit dieser Geschwindigkeit mithalten. Windows XP schneidet auch in Vergleichen mit seinem Nachfolger sehr gut ab, obwohl die Gesamtperformance unter Windows Vista etwas besser ist. Spielefanatiker werden aber momentan noch mit Windows XP  besser bedient, da dort die Treiberentwicklung weiter vorangeschritten ist.

Allerdings muss man als User auch die entsprechende Hardware haben um diesen Vorteil zu nutzen. Erst ab 256 Megabyte Arbeitsspeicher fängt Windows XP an richtig Spaß zu machen. Maschinen mit mehr als 384 MB sind auf der sicheren Seite und können das System voll ausreizen. Dies liegt vorallem an den vielen neuen Funktionen und der aufwendigen Optik, welche doch sehr an den Prozessor- und Arbeitsspeicherressourcen zehrt. Die Obergrenze für Arbeitsspeicher beträgt bei der 32bit-Version 3 Gigabyte, bei der 64bit Version besteht diese Beschränkung nicht.

Der Startvorgang von Windows XP ist im Vergleich zu Windows 2000 erheblich verkürzt worden. Es werden viele Treiber und Daten gleichzeitig und in einem Rutsch geladen, was das Hochfahren von ca. 1 Minute auf gute 30 Sekunden kommen lässt. Hierbei spielen aber auch die Größe des Arbeitsspeichers und die Geschwindigkeit der Festplatte eine Rolle. Doch XP beschleunigt sich selbst noch zusätzlich indem es den Startvorgang gekonnt verschnellert – und zwar von alleine: Es ordnet die wichtigen Dateien, die beim Hochfahren benötigt werden, an schnellere Orte der Festplatte zusammen an damit der Lesekopf der Festplatte nicht lange suchen muss. Auf den beiden Testrechern startet Windows XP innerhalb von 18 bzw. 26 Sekunden hoch, was an eine Art Rekord grenzt.

Microsoft hat bei Windows Whistler (So der Entwicklungsname von XP) auch eine neue Speicherverwaltungsfunktion hinzugefügt, welche sich Prefetcher nennt. Diese Funktion merkt sich insgeheim, welche Programme der Benutzer nach dem Starten von Windows XP oftmals ausführt und lädt diese schon während dem Startvorgang (Booten) in den Arbeitsspeicher. Bei Bedarf werden diese dann blitzschnell geöffnet, weil das Lesen aus dem RAM wesentlich schneller vonstatten geht als das Holen der Dateien von der Festplatte. Dies können Sie selbst testen: Nach der Installation von XP sollten Sie einmal den Windows Media Player starten. Sie werden merken, dass er einige Sekunden braucht um sich aufzubauen. Wenn Sie ihn nun ca. 15 mal nach jedem Systemstart geladen haben wird er innerhalb von 1 Sekunde blitzschnell geöffnet sein. Ein intelligentes Feature für den Microsoft eigentlich einen Windows Tweaks Award verdient hätte – wenn es ihn gäbe.

Die Stabilität von Windows XP – Nichts bringt es ins wanken?
Windows XP macht einen großen Schritt in Richtung der perfekten Stabilität von Windows Betriebssystemen. Da der Kern (sogenannter Kernel) in zwei Teile aufgestückelt ist, sei es dem User immer ermöglicht ein instabiles Programm zu beenden ohne das das gesamte System mitgerissen wird.
Falls eine Anwendung also nicht mehr reagiert, genügt der Griff zum Taskmanager (STRG+ALT+ENTF) und per Rechtsklick lässt sich das abgestürzte Programm komplett aus dem Speicher laden. Sie können dann ohne weitere Komplikationen mit Windows Whistler weiterarbeiten. Selbst gecrashte Spiele, die ja ziemlich tief an die Hardware gehen, lassen sich auf diesem Wege vollständig rausschmeißen. Wer aber jetzt glaubt, dass Windows XP nicht mehr abstürzt, hat sich gewaltig geirrt. In den meisten Fällen sind schlechte Treiber oder die Hardwarekomponenten an einem sogenannten Bluescreen oder einem Freeze (Wenn das gesamte System einfriert, stillsteht) die Hauptursache. Also ist man weitgehend von der Eigenmächtigkeit der großen Firmen und deren Treiberqualität abhängig.
Im Gegensatz zu Windows 2000/NT/ME ist die Stabilität wesentlich besser und effektiver geworden. Man erlebt sehr viel seltener einen Crash.

Fazit: Ist Windows XP das beste Betriebssystem aller Zeiten?
Trotz Windows Vista geht die Tendenz vieler Nutzer weiter in Richtung XP, vor allem das "Bewährungs-Argument" wird hier oft ins Spiel gebracht – Windowx XP ist deutlich älter als Vista und durch 3 Serivce Packs schon etwas ausgereifter. Schlussendlich kann die Entscheidung, zu welchem Betriebssystem man greift, nur der User selbst treffen.
Die neue Generation hat mit XP ihren Einstand geläutet und verspricht endlich eine gehörige Besserung gegenüber den Vorgängerversionen.
Für den Fall, dass Sie noch nicht sicher sind empfehle ich ihnen die Screenshotsammlung, welche ihnen bereits einen guten Eindruck von Windows XP liefert.

Kategorie: Allgemein

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