Neuer Geschwindigkeitsrekord für Windowsfanatiker? Microsoft versprach bereits im Voraus wahre Wunder im Bereich der Windows XP Schnelligkeit. Das Betriebssystem soll den Prozessor und den Arbeitsspeicher besser ausnutzen und effektiver damit arbeiten sowie die Festplatte sauber und damit schnell halten. Können die Windows eXPerience Macher dieses Versprechen auch einlösen? Im Vergleich mit Windows 9x/Me geht XP als der klare Sieger in allen Geschwindigkeitsdisziplinen hervor. Es können wesentlich mehr Programme geladen werden und mit diesen kann man dann immer noch ohne Probleme arbeiten. Gerade die verbesserte Speicherverwaltung bringt im Spiele und Highendanwendungssektor ein Riesenplus an Performance. Derzeit kann nur noch Windows 2000 mit dieser Geschwindigkeit mithalten. Allerdings muss man als User auch die entsprechende Hardware haben um diesen Vorteil zu nutzen. Erst ab 256 Megabyte Arbeitsspeicher fängt Windows XP an richtig Spass zu machen. Maschinen mit mehr als 384 MB sind auf der sicheren Seite und können das System voll ausreizen. Dies liegt vorallem an den vielen neuen Funktionen und der aufwendigen Optik, welche doch sehr an den Prozessor- und Arbeitsspeicherressourcen zehrt. Der Startvorgang von Windows XP ist im Vergleich zu Windows 2000 erheblich verkürzt worden. Es werden viele Treiber und Daten gleichzeitig und in einem Rutsch geladen, was das Hochfahren von ca. 1 Minute auf gute 30 Sekunden kommen lässt. Hierbei spielen aber auch die Größe des Arbeitsspeichers und die Geschwindigkeit der Festplatte eine Rolle. Doch XP beschleunigt sich selbst noch zusätzlich indem es den Startvorgang gekonnt verschnellert - und zwar von alleine: Es ordnet die wichtigen Dateien, die beim Hochfahren benötigt werden, an schnellere Orte der Festplatte zusammen an damit der Lesekopf der Festplatte nicht lange suchen muss. Auf den beiden Testrechern startet Windows XP innerhalb von 18 bzw. 26 Sekunden hoch was an eine Art Rekord grenzt. Microsoft hat bei Windows Whistler (So der Entwicklungsname von XP) auch eine neue Speicherverwaltungsfunktion hinzugefügt, welche sich Prefetcher nennt. Diese Funktion merkt sich insgeheim, welche Programme der Benutzer nach dem Starten von Windows XP oftmals ausführt und lädt diese schon während dem Startvorgang (Booten) in den Arbeitsspeicher. Bei Bedarf werden diese dann blitzschnell geöffnet, weil das Lesen aus dem RAM wesentlich schneller vonstatten geht als das Holen der Dateien von der Festplatte. Dies können Sie selbst testen: Nach der Installation von XP sollten Sie einmal den Windows Media Player starten. Sie werden merken, dass er einige Sekunden braucht um sich aufzubauen. Wenn Sie ihn nun ca. 15 mal nach jedem Systemstart geladen haben wird er innerhalb von 1 Sekunde blitzschnell geöffnet sein. Ein intelligentes Feature für den Microsoft eigentlich einen Windows Tweaks Award verdient hätte - wenn es ihn gäbe. |