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Windows Server 2012: 7 Highlights des neuen Servers

| 1. Mai 2012 | 0 Kommentare

Zum Microsoft Management Summit Mitte April gab Microsoft den Namen für sein neues Serverbetriebssystem bekannt, das vorher noch unter dem Codenamen Windows Server 8 bekannt war: Windows Server 2012. Windows-Tweaks verrät die wichtigsten Neuerungen und zeigt, wie Virtualisierung und die Cloud im neuen Server die erste Geige spielen. [Von Sandro Villinger]

Tage vor der Erstveröffentlichung der Windows Server 8 Beta im September 2011 bekam ich von Microsoft Corp. die Einladung zum – damals geheimen – Windows Server 8 Workshop: Aus über 300 geheimen Funktionen stellte man uns die Highlights vor. Schnell wurde klar, dass der Release ein deutlicher Sprung zu 2008 R2 war. Warum, steht hier.

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Wohin geht die Reise?

Eins ist klar: Im Vergleich zu R2 wird Windows IMG_0837 (Medium)Server 2012 ein deutlicher Sprung. Auf dem Workshop in Redmond erklärte Bill Laing, Corporate Vice President der Server und Cloud Division, das zur frühen Entwicklungsphase von Windows Server 2012 Feedbackschleifen mit über 6000 IT-Admins, CIOs und Entwicklern weltweit durchgeführt wurde. Der Server ist ein „Major Release“ mit fundamentalen Änderungen – also ein Schreckgespinst für alle Administratoren, die gerade mal Windows Sever 2008 R2 in Ihre Infrastruktur implementiert haben. Sind die Neuerungen jedoch so interessant, dass sie Sie den Aufwand einer Migration rechtfertigen? Die jetzt vorgestellten Highlights sollten Ihre Frage beantworten…

Bevor es los geht: Geniales Server-Gewinnspiel!

 In dem Thread gibt es insgesamt sieben Posts mit Downloadlinks zu Microsoft Server Produkten. Lade dir die Testversionen herunter und lerne sie kennen.
In jedem der Downloadpostings steht eine Frage zu den Downloads. Sende die Antwort auf die jeweilige Frage an serverwochen@mcseboard.de.
Jede richtige Antwort zählt als ein Los für die Verlosung. Du kannst so mit bis zu sieben Losen an unserem Gewinnspiel teilnehmen!Einsendeschluss ist der 31. Mai, 23:59. Es zählt der Timestamp der bei uns eigegangenen Mail.Die Gewinner werden am 2. Juni per Los bestimmt und per PN über Ihren Gewinn informiert!01-05-2012 20-39-11

Gewinne:

– Einen HP ProLiant Server

– Einen Samsung 40 Zoll LED-Backlight-Fernseher

– Ein Lenovo ThinkPad E420s

– Ein Acer Veriton Nettop

– Zwei Harman Kardon Soundsticks III Design Lautsprechersysteme

– Zwei externe USB3 2,5“ 1TB Festplatten

Doch nun, ohne Verzögerungen zu den 7 Highlights von Windows Server 2012:

One For All: Das Server-Dashboard

Der Server-Manager von Windows 8 wurde kräftig aufgemotzt: Er präsentiert sich nun taufrisch in der von Microsoft für Windows 8 definierten „Metro“-Optik und erlaubt das Hinzufügen von Rollen und Features mit wenigen Mausklicks: 01-05-2012 14-26-24

IT-Admins benötigen eine flinke und effiziente Möglichkeit, die Workloads in heutigen Data Center und auf Servern zu managen. Dank neuen WMI Providern wird das Deployment und die Konfiguration von Servern und Clients erleichtert. Schon im Server Manager haben Admins Zugriff auf Remote Desktop Dienste (z.B. auf VDI clients), auf Dateisystemrollen und die IP-Adressverwaltung. Interessant: auch frühere Versionen von Windows Server (2008 und 2008 R2) lassen sich managen.

Übrigens: Server Manager nutzt nichts anderes als PowerShell (im Hintergrund), um die Aufgaben auszuführen – das heißt, Admins mit Scriptingerfahrungen können spielend leicht auch selbst Hand anlegen!

Virtualisierung ist König

Die Konsolidierung von Servern durch Virtualisierung spart Ressourcen und Kosten. Das Problem war oftmals die Verwaltung, das Scaling und die Anpassung an die Cloud. Mit Windows Server 2012 gibt es zahlreiche neue Vitualisierungsfunktionen:

  • Isolierung virtueller Maschinen: Virtuelle Maschinen können voneinander abgeschottet werden. Dabei wird der Schutz von privaten LANs sicher gestellt:
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    Erreicht wird dies durch verschiedene Methoden wie DHCP Guard und ARP/N poisoning protection.
  • Erweiterung von Hyper-V: Der „Hyper-V Extensible Switch“ ist eine offene Plattform, mit der Hyper-V durch Plug-Ins von Drittherstellern erweitert werden kann. Dazu zählen etwa Firewall Filter oder Programme zur Überwachung des Traffics. Weitere Informationen gibt es im offiziellen Windows Server Blogpost zum Extensible Switch.
  • Migration ohne Ausfallzeit: Der Umzug von einer neuen virtuellen Maschine auf einen neuen Server (ob im Haus oder in der Cloud) ist künftig völlig ohne Downtime und schneller als zuvor möglich. Standardmäßig sind bei der Migration bis zu 10 GB/s möglich. Die virtuelle Maschine wird im Hintergrund 1:1 gespiegelt – das umfasst sowohl die VHD als auch die Speicherseiten. Nach der Spiegelung wird die virtuelle Maschine in Betrieb genommen und der Umstieg (IP-Rerouting) automatisch durchgeführt.
  • Virtueller Fibre Channel in Hyper-V: Von der virtuellen Maschine ist es nun möglich (über Ports) direkt auf Fiber Channels (SAN) zuzugreifen und so schnellen Zugriff zu erhalten.
  • Definition einer minimale Bandbreite (QoS): Sie möchten Ihren Kunden eine Mindestbandbreite in Ihrer Infrastruktur garantieren? Mittels verbessertem Quality of Service ist dies nun möglich. Während bei Windows Server 2008 R2 nur die Limitierung der Bandbreite möglich war (Rate Limiting), erlaubt Server 2012 auch die Festlegung einer minimalen Bandbreite.
  • BranchCache Bei der Übertragung von Daten über WAN muss Bandbreite möglichst gering gehalten werden. Hier setzt BranchCache an. Damit werden Daten zwischen remote clients effizienter übertragen. Mit BranchCache legen Admins fest, dass Daten, Intranetseiten und Anwendungen künftig auf einem lokalen Netzwerkserver liegen, auf die Clients Zugriff haben. Statt ständig Daten übers WAN zu übertragen, greifen Clients künftig auf die im BranchCache sitzenden Daten via LAN zu – das spart Zeit und möglicherweise Kosten. Ganz nebenbei soll auch die Performance verbessert werden. So wird bei Exchange etwa die Datenbanken lokal gecached, statt der aufwendigen Übertragung via WAN. In Windows Server 2012 wurde BranchCache verbessert: Die gecachten Dateien sind beispielsweise verschlüsselt und auch Clients können als temporäre BranchCache-Server agieren. Übrigens: BranchCache nutzt alle wichtigen File Server Funktionen von Windows Server 2012, sodass die Synchronisation flotter erfolgt. Beispielsweise werden Dateiduplikate eliminiert und Daten werden in kleine Stücke aufgesplittet, um die Übertragung zu vereinfachen.
  • PowerShell 3.0Scriptgurus kommen mit PowerShell 3.0 voll auf ihre Kosten: Aus der eins doch recht eingeschränkten Sprache wurde mit 2.0 ein ernstzunehmendes Tool für Admins Version 3.0 geht noch einen Schritt weiter. Das ist neu:
  • Aufnehmbare sessions: PowerShell-Sessions werden auch nach Absturz oder Verbindungsabbrüchen wieder aufgenommen.
  • Einfacherer Syntax: Die Scriptsprache orientiert sich nun weniger an Programmcode als an menschlicher Sprache. Fortan können Admins auf Scriptblöcke, geschwungene Klammern und auch Variablen verzichten, um komplexe Befehle einzutippen.
  • PowerShell Jobs: PowerShell scripte können gleich so angelegt werden, dass sie in einem besonderen Intervall oder auf Reaktion zu verschiedenen Systemereignissen (Events) ausgeführt werden.
  • Rechtevererbung: Kritische PowerShell Jobs lassen sich fortan auch von Nutzern durchführen, die über weniger Systemrechte verfügen.

Deduplizierung von Daten

Eines meiner Highlights vom Windows Server 8 workshop in Seattle: Daten-Deduplizierung. Während die Kosten für Laufwerke weiter fallen, steigt auch die Anzahl und Größe der Daten in Unternehmen. Die Übertragung wird dabei zum Problem. Um die Bandbreite und auch die Größe der Dateien zu reduzieren, wird in Windows Server 2012 die so genannte „Data Deduplication“ eingeführt. Sie eliminiert doppelt vorhandene Datensätze, sodass zwei Dateien mit relativ ähnlichen Inhalten (z.B. virtuelle Clients) künftig nur noch auf einen Datensatz zugreifen müssen. Microsoft schätzt ,dass bei Dateien bis zu 50% und bei virtuellen Maschinen bis zu 95% an Daten gespart werden kann. So funktioniert es:

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Findet das Dateisystem zwischen zwei (wie oben dargestellt) oder mehr Dateien doppelt vorhandene Datensätze, werden sie in den so genannten „Chunk Store“ kopiert. Beim Zugriff auf die Dateien, werden nur die individuellen Metadaten ausgelesen, der Rest erfolgt vom Chunk Store. Ganz klar: Das spart nicht nur Bandbreite, sondern auch eine ganze Menge Speicherplatz! Stellen Sie sich mal eine virtuelle Serverfarm von 20 VHDs vor, die kaum mehr Speicherplatz benötigen als 1!

 

Fondue gefällig? Features-On-Demand-User-Experience!

Mit FONDUE können Sie Server Core Installationen betreiben und Funktionen, ganz nach belieben, von einer externen Quelle hinzufügen. Das spart auf Servern mit Ressourcenbeschränken Leistungs- und Speicherresourcen, da Funktionen künftig nur nach Bedarf nachgeladen werden. Auch bei virtuellen Servern kann so Platz gespart werden. Und wie geht’s? Einfach per Kommandozeile (Dism.exe /online /get-features /format:table) die Features auflisten und aktivieren/deaktivieren:

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Geniale Festplattenprüfung: Der Chkdsk-Klassiker überarbeitet

Admins mit großen Datenmengen können aufatmen: Gibt’s Probleme mit der Dateisystemstruktur, wartet nach einem Neustart künftig nicht mehr der Checkdisk-Teufel auf Sie. Bislang stand die Dauer eines Scanvorgangs von Checkdisk proportional zur Anzahl und Größe der Dateien. Ärgerlich, wenn mal größere Datensätze gescannt werden: Entweder war der gesamte Server oder die einzelne Datei während des Scanvorgangs verfügbar. Windows Server 2012 macht damit Schluss:

  • NTFS-Heilkräfte: NTFS versucht sich ohne Überprüfung durch Chkdsk selbst zu heilen.
  • Prüfung mit Zugriff auf Daten: Möglicherweise beschädigte Dateien sind weiterhin auf dem Laufwerk verfügbar. Erst wenn sie restlos beschädigt sind, werden sie von Checkdisk offline geschaltet.
  • Offlinescan nur bei Bedarf: Nach dem Scan einer Datei oder eines Datenträgerbereichs wird vom Dateisystem evaluiert, ob es tatsächlich nötig ist, das System neu zu starten. Gut: Auch dann kann der Admin entscheiden, wann der Neustart erfolgt. Checkdisk repariert auch dann nur Dateien, die wirklich beschädigt sind!

Microsoft gibt an, dass Downtimes aufgrund Dateireparaturen sich auf Sekunden statt auf Stunden belaufen:

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Neugierig? Probieren Sie’s selbst aus: Windows Server 2012 gibt es in Form einer 64-Bit-ISO und VHD zum Download.

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Kategorie: Software & Tools

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