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Windows 2000 – Die Festplatte säubern: DAS können Sie entfernen

| 29. November 2013 | 0 Kommentare

Erfahrene Computerbenutzer wissen, warum sie mit Programm- und Treiberinstallationen so sparsam wie möglich umgehen sollten, denn vielerlei kleine Tools oder Anwendungen, die man später erst gar nicht benötigt, vergrößern nicht nur die Windows-Registrierung sondern komplettieren auch das Chaos, das auf der Festplatte entsteht. Fragmentierung und Fehlermeldungen sind die Folge und selbstverständlich leidet der Festplattenplatz darunter.

Die Ursache sind zumeist Abstürze in Windows oder Programmierer, die nicht gelernt haben Ihre Deinstallationsroutinen sauber zu erstellen. Der User badet dies dann in Form von viel Ärger und sogar einer Neuinstallation aus!

Frage: Wie ist es möglich, dass Fragmentierung entsteht?
Antwort: Wie Sie hier gelernt haben entsteht durch häufiges Löschen, Kopieren, Verschieben, Installieren und Deinstallieren ein Chaos auf der Festplatte, das Fragmentierung genannt wird. Die verwaisten Dateien, um deren Löschung sich dieser Artikel dreht, werden dann von einem Defragmentierungsprogramm zwischen die Programmdateien gereiht und somit nützt die Optimierung nichts, wenn trotzdem Lücken (eben durch diese überflüssigen Dateien) entstehen.


Frage: Wie können durch diese Daten Fehler entstehen – die stören doch niemanden?

Antwort: Von wegen! Besonders Überbleibsel in den temporären Ordnern sind üble Mitspieler, wenn es um Programminstallationen geht. Nehmen wir folgende (imaginäre) Datei als Beispiel: Die msui.dll von Office 97 verbleibt nach der Installation im Ordner C:\Windows\Temp. Nun will NetObjects Fusion 7.0 ebenfalls diese Datei einrichten, sieht, dass sie schon vorhanden ist und überschreibt diese nicht mehr der neuen Version, die speziell auf NOF 7.0 zugeschnitten ist. Nun wird installiert! Der erste Programmstart geht vielleicht noch gut, weill die msui.dll noch nicht gebraucht wurde, doch was passiert, wenn Fusion diese Datei nun benötigt? Die kompletten Algorithmen des Programms basieren auf einer speziellen msui.dll, die es in der Form nicht gibt. Klare Folge: Crash!


Dieser Artikel ist in 3 Teile unterteilt, um die nervigen Restdateien endgültig zu beseitigen:

– Part I: Temporäre Ordner finden und mit einer Batchdatei löschen!
– Part II: Weitere temporäre Dateien mit Endungen wie z.B. .old, .gid, .fts etc.
– Part III: Löschen Sie sinnlose Dateiendungen und deren Dateien

Ich wünsche Ihnen viel Spass beim kompletten ausmisten Ihres Windows-Systems!

Part I: Temporäre Ordner mit unserer Batchdatei erledigen!
Ich habe für Sie eine kleine Batchdatei zusammengestellt, die die bekanntesten temporären Ordner komplett aus Windows entfernt. Diese Datei löscht folgende Ordner: Cookies, Verlauf, Temporary Internet Files, Temp, Recent, InstallShield Information. (Ändern Sie die Pfadangaben Ihrer Ordnerstruktur entsprechend)

                     
Download WinTweaks-Cleaner

Es ist ratsam diese Datei jede Woche einmal auszuführen! Bitte seien Sie sich bewusst, dass diese Daten nicht im Papierkorb landen – vergewissern Sie sich, dass Sie diese Daten nicht mehr benötigen. Erklärung zu den einzelnen Ordnern:

Cookies: Cookies sind kleine Textdateien, die von Webseiten auf Ihrer Seite abgelegt werden, damit Sie z.B. in Foren eingeloggt bleiben. Wenn Sie diese Löschen müssen Sie sich beispielsweise im Windows-Tweaks Forum erneut mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden (Nicht mit Registrieren verwechseln).

Verlauf: Hier wird gespeichert, auf welchen Seiten Sie zuletzt waren. Wie weit diese History reichen soll ist unter Extras/Internetoptionen veränderbar.

Temporary Internet Files: Sämtliche Bilder und HTML-Dateien, die während dem Surfen übertragen werden. Je nach Aktivität kann dieser Ordner durchaus hunderte Megabyte groß werden!

Recent: Dokumente, die Sie zuletzt geöffnet haben werden hier noch einmal aufgelistet.

InstallShield Information: Sämtliche Installationen werden hier gelagert – um Fehler zu vermeiden ist es manchmal ratsam diesen Ordner zu löschen.

Kleiner Tipp am Rande: Sie können den WinTweaks-Cleaner auch beim Herunterfahren automatisch ausführen lassen, was den Gang in den.

1. Tragen Sie dazu unter Start/Ausführen den Befehl gpedit.msc ein und bestätigen Sie mit OK. Doppelklicken Sie nun auf Computerkonfiguration (Wenn Sie alleiniger Benutzer des PCs sind) oder auf Benutzerkonfiguration (Für mehrere Konten).

2. Wählen Sie nun Windows-Einstellungen/Scripts (Start/Herunterfahren) oder Windows-Einstellungen/Scripts (Anmelden/Abmelden).

3. Wählen Sie unter Hinzufügen den Pfad zum WinTweaks-ProfCleaner.bat und doppelklicken Sie auf die Datei. Eine Bestätigung mit OK genügt um die Datei beim Shutdownvorgang auszuführen!

Part II – Sämtliche verstreuten temp. Daten auf der Festplatten finden und vernichten
Allein in den Programmordnern tummeln sich noch hunderte versteckte temporäre Dateien, die aufgrund Programmfehlern oder Installation kleben geblieben sind. So können Sie diese löschen:

1. Klicken Sie auf Start/Suchen/Nach Dateien und Ordnern…. Lassen Sie sich unter Extras/Ordneroptionen/Ansicht die versteckten Dateien anzeigen, indem Sie auf Alle Dateien und Ordner anzeigen klicken und sich die Geschützten Systemdateien… einblenden lassen .

2. Geben Sie nun folgende Begriffe als in das Suchfeld ein:

*.tmp – Dies sind die bekannten Dateien, die zum temporären Gebrauch von Windows oder Anwendungen erstellt werden.

*.gid, *.fts – Dateien mit dieser Endung werden bei der Verwendung der Windows-Hilfe erstellt, um diese dann beim nächsten Zugriff einen Tick schneller zu machen. Meine Meinung: Löschen!

*.~?? – Sämtliche Dateien mit dem ~ (Tilde genannt) in der Endung (wie z.B. .~02) können gelöscht werden. Suchen Sie dabei einfach nach .~??. Wenn Sie dagegen Dateien mit dem Tilde am Ende suchen möchten, genügt die Eingabe von .??~. Nach diesem Prinzip müssen Sie verfahren!

*.bak, *.old, *.001, *.002, *.$$$ – Dies sind Backupdateien, die von Programmen erstellt und meist nicht mehr benötigt wurden.

Wir empfehlen Ihnen: Löschen Sie diese Daten nicht, sondern lagern Sie diese im Papierkorb zwischen! Wenn dann Windows und sämtliche Programme einwandfrei laufen (was der Fall sein wird), dann können Sie sich an Papierkorb leeren wagen.

Part III – Sämtliche unnötigen Dateien löschen, die Sie nicht mehr benötigen
Nun geht es ans Löschen von Dateitypen und deren Dateien, was im ersten Fall eine drastische Erleichterung der Windows-Registrierung darstellt. Ich rate Ihnen vorher eine komplette Sicherung des Systems über ein separates Programm anzulegen (wie z.B. Acronis TrueImage). Entfernen Sie die Dateien zuerst auf herkömmlichem Wege, so dass sie im Papierkorb zwischengelagert sind. Testen Sie, nach der radikalen Löschtour, Ihren Rechner auf Funktionalität – in manchen Fällen wird nach einem Neustart einmalig eine (oder mehrere) Fehlermeldung(en) erscheinen, die Sie fragen, ob Sie die geänderten (in unserem Fall: gelöschten) Systemdateien beibehalten möchten, was Sie mit Ja beantworten. Besonders die aufwendigen Hilfedateien leiden unter der Entfernung von Bild-, Ton-, Text- und Videomaterial. Sie müssen selbst wissen, wie weit Sie mit dem Löschen gehen, denn allgemeine Regeln hierbei gibt es nicht! Ich kann Ihnen nur Erfahrungen mitteilen: Was sich als ziemlich sicher zum Entfernen bewährt hat und was es zu beachten gibt.

Wir haften nicht für aufkommende Schäden (z.B. wenn Ihr System nicht mehr hochfährt), denn Sie müssen für sich entscheiden, wie weit Sie mit der Datenlöschung gehen. In den allermeisten Fällen fährt Windows blitzschnell und mit einigen Fehlern bei unnötigen Komponenten wieder hoch. Sie löschen die Dateien indem Sie in der Suchfunktion nach einem „Dateityp“ suchen. Folgende Dateien können ruhigen Gewissens (aber mit Bedacht) entfernt werden:

Alle Audioformate (AIFF, WAV, MP3, MIDI etc.)
Diese Dateien können meist bedenkenlos gelöscht werden. Achten Sie darauf, dass Sie Spielen und Anwendungen keine (wichtigen) Sounddateien klauen, sondern beschränken Sie sich auf das Windows-Verzeichnis sowie Ihre eigenen Musikstücke.

Animierte Cursor
Können bedenkenlos gelöscht werden!

Anwendungen für MS-DOS
Sollten Sie keine MS-DOS Anwendungen mehr verwenden, können Sie die gefundenen Dateien (bis auf ntdetect.com) entfernen.

Appfix-Pakete
Beim Zugriff auf Programme werden diese Updates von Windows installiert. Sie aktualisieren gewisse Programmdateien in puncto Sicherheit und Kompatibilität. Löschen Sie diese Daten testweise in den Papierkorb und vergewissern Sie sich, dass Ihr System uneingeschränkt weiterläuft.

Alle Bilddateien (BMP, GIF, JPG, PNG etc.)
Auch hier müssen Sie den Ordner genau betrachten, in dem sich die Daten befinden. Bilddateien können in Windows gelöscht werden, wobei sich einige nicht entfernen lassen. Sollte eine solche Datei in einem Programmverzeichnis liegen, ist Vorsicht angebracht, da sonst der Funktionsumfang eingeschränkt werden kann: Bei Bildbearbeitungsprogrammen sind Masken, Effekte und Objekte meist als BMP, PNG etc. gespeichert – das Löschen würde Ihr Tool wahrscheinlich bis auf die Knochen unbrauchbar machen.

Channeldatei
Sollten Sie keine Internet Explorer Channels (wurde in Windows 98 Zeiten teilweise genutzt und heute fast vollkommen vergessen) verwenden, können Sie die ENTF-Taste betätigen.

Cursor
Benötigen Sie keine Cursor? Löschen!

Datenbankdateien
Thumbnail-Datenbank in Bildordner (Thumbs.db) und IconCache.db können bedenkenlos gelöscht werden. Der IconCache wird dann neu aufgebaut, was zu weniger Fehlern mit Symbolen führt.

DFÜ-Dateien
Dürfen nicht gelöscht werden, da sonst keine Internetverbindung mehr möglich ist! Diese sollten Sie nur entfernen, wenn keinerlei Verbindung zum Netz benötigt wird.

Hilfe-Assistent-Datei, Hilfedatei
Wenn Sie noch nie auf die digitale Hilfe zurückgegriffen haben (was teilweise verständlich ist), können Sie diese Dateien in den Papierkorb befördern.

HTML-Application
Können bedenkenlos gelöscht werden, wenn Sie keine davon benutzen.

HTML-Document
Von dieser Sorte werden Sie hunderte auf dem System finden: Hilfedateien können gelöscht werden, während andere HTML-Dateien Assistenten darstellen. Löschen Sie also nur einmal testweise die entfernbaren Dateien um sie bei Bedarf wiederherstellen zu können.

ICC-Profil
Vom Monitortreiber genutzte Farbschemen. Können in den meisten Fällen, wenn Sie nicht damit arbeiten sollten, gelöscht werden.

Kaskadiertes Stylesheet Dokument
Formateinstellung für HTML-Dateien. Sollten Sie diese in Hilfeordnern finden, können sie gelöscht werden – eigene CSS-Dateien von z.B. Ihrer Homepage sollten Sie dagegen auf der Festplatte belassen.

Kompilierte HTML-Hilfedatei
Sämtliche Hilfedateien können gelöscht werden.

Alle Videodateien (Medienclip, AVI, MPEG etc.)
Hier gilt das gleiche wie für die Bilder – ansonsten: Entfernen!

Microsoft Word-Assistenten
Sollten Sie keinen dieser Assistenten benötigen: Löschen!

PKCS #7 Zertifikate
Schlüssel bzw. Zertifizierung für bestimmte Dateien.

Registrierungsdatei
Windows beinhaltet einige Regdateien, die Einstellungen am System verändern, jedoch den Normaluser nicht betreffen. Können bedenkenlos gelöscht werden!

Sicherheitskatalog
Beinhaltet einige Systemdateien, die aber auch von der Windows-CD nachinstalliert werden können.

Symbol
.ico-Dateien werden meist von Programmen genutzt. Sollten Sie eines dieser Symbole löschen, kann es passieren, dass eine oder mehrere Verknüpfungen Ihre Icons verlieren.

VB Script File
Siehe Registrierungsdatei. Können gelöscht werden, wenn Sie Beispielskripte wie z.B. pagefileconfig.vbs nicht verwenden.

Verknüpfung mit Windows Media…
Kann gelöscht werden, ohne das System zu beeinflussen.

Windows Installer Paket
Können gelöscht werden, da sich dahinter nur relativ unnütze Setupanwendungen befinden.

Windows Media Player Designpaket
Die verschiedenen Skins des WMP 8/9 können Sie ruhig löschen, wenn Sie keine der optischen Umgestaltungsmöglichkeiten benötigen.

XML-Dateien
Sollten nicht gelöscht werden, da viele Komponenten von Windows XP auf XML-Services basieren (Windows Media Player z.B.).

ZIP-komprimierter Ordner
Gehen Sie die Dateien sorgfältig durch und entscheiden Sie, welche gelöscht werden können und welche nicht.

Sollte Ihr System auch nach mehreren Stunden Betrieb mit sämtlichen Programmen und einigen Neustarts ohne gravierende Fehler funktionsfähig sein, können Sie sich an die Leerung des Papierkorbs wagen. Hinweis: Sie können gerne über Suchen nach allen Dateitypen fahnden und diese auch entfernen, doch handeln Sie mit großer Vorsicht und informieren Sie sich besser im Internet (mit google.de z.B.), ob ein Dateityp wichtig ist oder ob Sie die gefundenen Dateien ruhigen Gewissens löschen können.

Ein kleiner Tipp am Rande: Fahnden Sie auch nach großen Dateien über „Wie groß ist die Datei? in der Windows-Suche, indem Sie „2000 KB eintragen. Entfernen Sie unnötige Dateien wie Bilder, Spielstände, Videos oder Audiodateien von Ihrem Rechner, die längst vergessen wurden.

Dateitypen entfernen – die Registry erleichtern!
Die Windows-Registrierung ist das Kernstück von Microsoft Betriebssystemen. Die dutzenden Dateitypen belasten die Registrierung und somit den Systemstart sowie den Zugriff darauf. In vielen Fällen können Sie Dateitypen löschen, wenn darunter keinerlei Daten gefunden werden.

Gehen Sie folgendermaßen vor: Suchen Sie z.B. nach Appfix-Paket. Sollte nichts gefunden werden bzw. Sie die Suchergebnisse nicht mehr benötigen und löschen, können Sie den Dateityp entfernen. Klicken Sie dazu auf Arbeitsplatz/Extras/Ordneroptionen/Dateitypen und entfernen Sie SDB – Appfix Paket aus der Liste. Fahren Sie so mit allen Dateitypen vor, bei denen Sie sich absolut sicher sind, dass Sie sie nicht mehr benötigen werden. In meinem Test wurden folgende Dateitypen gelöscht: 323, ACA, ACF, ACS, ACW, AIF, AIFC, AIFF, ANI, ASA, ASF, ASX, AU, AW, BKF, BLG, CDF, CDX, CHK, CHM, COL, CTT, CUR, DIC, EMF, HOL, HTA, ICC, ICM, ICO, ICS, JFIF, JOB, LWV, M1V, M3U, MHT, MHTML, MMM, MP2, MP2V, MPA,MPV2, MSRCINCIDENT, MSP, MSWMM, NMW, NWS, PKO, Systemmonitortypen, RDP, Schedule+ Typen, SHB, SHS, SND, SPL, ULS, VCF, VCS, WAX, WBK, WMX.

Die Veränderungen am System brachten keinerlei bemerkbaren Beinträchtigungen mit sich, wobei dies keine allgemeine Formel für Ihren Rechner sein kann. Seinen Sie vorsichtig und informieren Sie sich über bestimmte Dateitypen!

Bereits nach dem ersten Neustart ist die Erleichterung der Registrierung zu spüren, da der Systemstart einen Tick schneller verläuft und Programme (merklich) schneller arbeiten. Ich hoffe, dass Sie mit diesem gigantischen Artikel der perfekten Performance ein Stückchen näher gekommen sind!

HINWEIS ZUR NEUVERÖFFENTLICHUNG: Dieser Artikel wurde von Sandro Villinger produziert und stammt aus dem Windows-Tweaks-Archiv, das seit Ende der 1990er Jahre aufgebaut wurde.

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Kategorie: Systemtuning und Geschwindigkeit erhöhen (2000), Windows 2000

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