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Windows 8 in Unternehmen: Vorteile, Funktionen, Fallen

| 29. Januar 2013 | 0 Kommentare

Vielen Unternehmen fällt die Entscheidung für einen Umstieg auf das neue Windows 8 schwer. Der Support für XP läuft noch bis 2014 und der für Windows 7 bis 2020. Hektik ist nicht angesagt. Andererseits: Windows 8 ist sicherer, flexibler und läuft auch auf mobilen Firmengeräten. WINDOWS TWEAKS stellt die Vor- und Nachteile eines Umstiegs vor.

Im Unternehmensbereich ist ein Run auf Windows 8 bislang nicht festzustellen. Große Projekte wie etwa das US-Verteidigungsministerium, das komplett auf Windows 8 und Office 2013 umsteigt, sind derzeit eher Ausnahme als Regel. Gartner-Analysten rechnen sogar damit, dass 90 Prozent der Unternehmen sich erst 2015 mit einem Umstieg auf das 8er-System auseinandersetzen.

Oft genannte Argumente gegen Windows 8 sind vor allem der finanzielle und administrative Aufwand, die mit dem Umstieg verbunden sind. Darüber hinaus fehlt Windows 8 aus SIcht vieler Unternehmen das vielbesagte Killerfeature.

Trotz alledem: Windows 8 bietet gerade für den professionellen Einsatz einige neue, spannende Funktionen.

Diese Vorteile bietet Windows 8

Vorteil 1: Windows 8  sichererer.

Die gute Nachricht: Windows 8 ist das bisher sicherste Windows, vor allem dank dieser neuen Sicherheitsfeatures:

  • Es prüft schon beim Startvorgang, ob es sich im gleichen Zustand befindet, wie beim letzten Herunterfahren (Secure Boot).
  • Windows 8 ist Microsofts erstes Betriebssystem mit Virenschutz ab Werk.
  • Ebenfalls neu: der eingebaute Virenschutz „Defender“ (s. auch unter Nachteile) und
  • der Internetschutz „Smart-screen-Filter“ – den führte Microsoft im Internet Explorer 9 ein und jetzt in Windows 8 vorab installiert. Damit schützt Win 8 vor betrügerischen Seiten und Programmen.
  • Microsoft hat zudem die Kernel-Sicherheit und ASLR (Address Space Layout Randomization) verbessert – ASLR sorgt dafür, dass sich Schadcodes nicht so leicht einnisten können, da Speicheradressen in Programmen nur noch zufällig gewählt werden.
  • Bild-Kennwörter führen dazu, dass Administratoren keine komplizierten Kennwörter mehr vergeben müssen.

Vorteil 2: Windows to go – auf ‘nem USB-Stick mitnehmen

Windows 8 bietet erstmals die Möglichkeit, sich von einem USB-Stick starten zu lassen. Unternehmen können somit eine vollständige Kopie samt allen Programmen, Einstellungen, Dokumenten und Daten auf einem USB-Stick sichern und ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen.

Sie können dann beispielsweise unterwegs am Notebook oder im Home-Office weiterarbeiten. „Windows to go“ ist ebenfalls für Administratoren praktisch, um neue Hardware auszuprobieren.

Vorteil 3: Einheitliche Oberfläche

Kommen im Unternehmen Tablets und Smartphones mit Windows 8 zum Einsatz, lassen die sich unkompliziert integrieren – und synchronisieren. Zudem gibt es dank der einheitlichen Kachel-Oberfläche auf allen Plattformen weniger Probleme bei der Bedienung mehrerer Geräte.

Vorteil 4: Verbesserungen im Detail

Aus Windows 7 bekannte Funktionen wie DirectAccess, BitLocker und AppLocker sind ebenfalls mit an Bord und wurden teilweise verbessert. So lassen sich mit AppLocker nun auch Apps aus dem Windows Store verwalten.

Diese Nachteile birgt Windows 8

Viele ältere Windows-XP-Systeme sind nicht stark genug für Windows 7 – und somit schon gar nicht für 8. Theoretisch benötigt ein Windows-8-PC zwar nur einen Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1,0 Gigahertz, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und eine DirectX9-kompatible Grafikeinheit. Realistisch betrachtet sollte allerdings mindestens eine Doppelkern-CPU im Gehäuse stecken, vor allem wenn die Business-Version Pro zum Einsatz kommt.

Nachteil 1: Zeitintensiver und riskanter Umzug

Genau wie der Umstieg auf eine aktuelle ERP-Software erfolgt der Umstieg auf ein neues Windows meist nicht ohne Schwierigkeiten. Ob bei einer reibungslos laufenden Software für Unternehmensressourcenplanung oder einem bewährten Betriebssystem –  ein Systemwechsel stellt IT-Abteilungen oder externe Berater oft vor große Herausforderungen.

Da keine direkte Aktualisierung von Windows XP möglich ist, müssen Administratoren eine benutzerdefinierte Installation durchführen. Das bedeutet: XP wird samt aller Dateien entfernt und Windows 8 neu aufgespielt.

Dabei helfen diverse Microsoft-Tools wie etwa Easy Transfer oder das User State Migration Tool. Die erleichtern allerdings nur den Umzug der meisten benutzerspezifischer Daten, aber nicht den Umzug von speziellen Programmen.

Das  Neuinstallieren und Einrichten von Programmen stellt einen großen zeitlichen Aufwand dar, der Mitarbeiter von ihrer eigentlichen Arbeit abhält -  was je nach Unternehmen Stunden bis Tage dauern kann.

Nachteil 2: Aufwendige Sicherheit

Tests haben gezeigt, dass der in Windows 8 eingebaute Virenschutz „Defender“ nicht viel taugt. Es muss also wieder eine externe Sicherheitslösung her.

Nachteil 3: Einarbeitung nötig

Nach dem Umstieg auf Windows 8 dauert es etwas Zeit, sich an die neue Bedienung gewöhnen. Vor allem die neue Kacheloberfläche und der fehlende Start-Knopf im Klassik-Modus sorgen für Startschwierigkeiten.

Fazit: Sinnvoll, wenn neue Hardware mitgekauft wird

Unter Berücksichtigung des Anschaffungspreises, den Migrationskosten und der Zeit für Einarbeitung und Benutzerausfallzeit, liegt der wirtschaftlichste Weg für den Umstieg auf Windows 8 in der Regel darin, neue PCs gleich mitzukaufen.

Zwar lassen sich selbst ältere Windows-XP-Rechner migrieren, doch meist lohnt sich das im Hinblick auf die verbleibende Nutzungsdauer nicht. Ob ein Umstieg auf Windows 8 derartige Investitionen rechtfertigt, sollte sich jedes Unternehmen selbst ausrechnen.

 (Artikelbild ganz oben: Supar Perfundo, Fotolia)

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Kategorie: Windows 8, Windows 8 - Funktionen

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