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Festplatten unter Win 8: Reparieren sich nebenbei, sind größer als 2 TB und liegen im sicheren Storage-Pool

| 5. Dezember 2012 | 1 Kommentar

Live-Kacheln, okay – und sonst? Festplatten! Unter Windows 8 arbeiten Dateisysteme anders, sicherer, auch auf Desktop-PC’s. Ein besseres NTFS soll Probleme im laufenden Betrieb lösen. Größer als 2 Terrabyte dürfen HD’s jetzt sein. Doch das wichtigste Feature heißt: Speichervirtualisierung. Angehängte Platten vereinen sich im „Storage Pool“, so lassen sich Laufwerke jederzeit vergrößern, Daten mehrfach spiegeln und effizienter verteilen.

Ein NTFS, das nebenbei repariert wird

Unter Windows 8 hat Microsoft das HD-Dateispeicherformat NTFS verbessert. Das hat zur Folge, dass Systemstarts nun weniger oft durchgeführt werden müssen. Sicherlich kennen auch Sie den blauen Bildschirm von Windows, wenn beim Start erst einmal ChkDsk vom System ausgeführt werden muss, um Fehler zu beheben. Genau diese Systemcharts werden nun reduziert mit dem neuen NTFS für Win-8-Platten. Jetzt versucht Windows, die Reparaturen im laufenden Betrieb auszuführen. Dazu gehört auch die Spot-Verifizierung, bei der das Betriebssystem gezielte Reparaturen an der Harddisk durchführt, um so die Ausfallzeit zu reduzieren. Während des Betriebs werden Reparaturen dann vorgenommen, wenn das System gerade nicht anderes zu tun hat, also völlig reibungslos. Außerdem wird nun ebenso überprüft, ob es tatsächlich mit der Festplatte zusammenhängt oder womöglich nur ein Speicherfehler zugrunde liegt.

Advanced-Format-Platten ab zwei Terrabyte

Aber auch die Festplatten selbst hat Microsoft mit Windows 8 mehr in den Fokus gestellt. So hat Microsoft Windows 8 konsequent für die neuen Advanced-Format-Harddisks, auch AF-Platten genannt, optimiert. Während herkömmliche Festplatten in Sektoren von 512 Byte speichern, sind die Sektoren auf den Advanced-Format-Festplatten mit 4 Kilobyte acht Mal so groß. Platten mit einer durchschnittlichen Größe von 2Tbyte (zwei Terabyte) kann Windows 8 nun fast schon lässig managen. Das hat auch zur Folge, dass beliebig viele physische Festplatten angeschlossen werden können. Die Architektur von Windows 8 kennt hier keinerlei Grenzen. Ob nun SATA oder USB, selbst JBODs werden integriert. Das führt dazu, dass Windows 8 hieraus eine Storage-Virtualisierung bilden kann. Aus allen angeschlossenen HD’s wird ein Storage Pool erzeugt, eine Datei kann also über mehrere Speichermedien abgelegt werden, wenn entsprechende virtuelle Laufwerke gebildet wurden.

Storage-Virtualisierung

Einer der großen Vorteile: Ein virtuelles Laufwerk kann 20 Tbyte haben, obwohl nur drei 2-Tbyte-Platten angeschlossen sind. Windows 8 reserviert auf allen drei Harddisks Speicherplatz für das virtuelle Laufwerk, wird mehr benötigt, weist Windows 8 darauf hin. Die Speicherkapazität einzelner Laufwerke kann jederzeit angepasst werden. Und wie oben beschrieben können zahlreiche und unterschiedlich angeschlossene Platten verwendet werden. Microsoft selbst hat die Fähigkeit mit mehr als 100 Festplatten getestet. Außerdem können die Daten auf verschieden konfigurierbare Weisen gesichert werden. Dazu gehört das doppelte oder dreifache Spiegeln der HD’s ebenso wie die Parity-Unterstützung. Bei letztgenannter Methode kann eine direkte Datenwiederherstellung auch bei einem ausgefallenen HD-Laufwerk mühelos gestartet werden. Natürlich eröffnet das alles sehr viele Möglichkeiten, die hier alle gar nicht detailliert aufführbar sind. Wenn Sie jedoch mehr dazu wissen wollen, hier gibt es weiterführende Informationen zu diesem Thema.

Urheber des Artikelbildes: Mikko J Pitkanen (Fotolia)

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Kategorie: Windows 8, Windows 8 - Funktionen

Comments (1)

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  1. Dirk sagt:

    Endlich! Ich habe mich immer gewundert, warum Windows 7 das schon nicht konnte, aber diesmal scheint Microsoft ihre Hausaufgaben gemacht zu haben. Die großen Festplatten sind immer weiter auf dem Vormarsch und die Kapazitätsgrenze scheint vorerst auch nicht erreicht zu sein.

    Die Möglichkeit mehrere Platten zu einem virtuellen Laufwerk zu verbinden ist ebenfalls sehr praktisch, vorallem wenn man noch Platten hat, die kleiner sind und einzeln als Medienplatte z.B. ungeeignet wären. Wobei man sich hier auch vor Augen führen muss, dass die Datensicherheit mit jeder zusätzlichen Platte im Verbund sinkt.

    Ich bin gespannt ob die neuen Funktionen das veraltete und vergleichsweise komplizierte RAID System ersetzen können.

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