Quick overview:
Industriespionage 4.0: Deutsche Unternehmen werden immer häufiger Opfer von Cyberangriffen.
Cyberangriffe auf Unternehmen führen in Deutschland zu Rekordschäden. Datendiebstahl bis hin zur Industriespionage und die Sabotage von digitalen Tools verursachen einen jährlichen Gesamtschaden von über 223 Milliarden Euro. Diese Schadensumme hat sich in den letzten fünf Jahren (seit 2019) in etwa verdoppelt.
Bitkom study on cyber attacks on German companies
Der Branchenverband Bitcom befragt regelmäßig deutsche Unternehmen nach ihren Erfahrungen mit Cyberattacken. In der Bitkom-Studie im letzten Quartal 2021 ergab sich dabei folgendes Bild:
- 88 % of all companies discovered that they had been attacked online in 2020 and 2021.
- 13 % of the companies surveyed suspect attacks, but do not know for sure.
- The frequency of attacks has risen by almost half since 2019. In a survey in the last quarter of 2019, 75 % of companies stated that they were "certain" or "very likely" to have been attacked.
- In 86 % of the digital attacks in 2020 and 2021 resulted in damage for the affected companies. In 2016 and 2017, only 43 % of cyberattacks resulted in real damage; in 2019, the figure was 70 %.
- Not only the number, but also the quality and scope of the attacks have increased dramatically. This resulted in the significantly higher amount of damage (see above).
- Intellectual property such as patents was stolen from 18 % companies (11% more than in 2019), while losses due to blackmail and sabotage of production and information systems quadrupled (+358%). In 63 % of all cases of sensitive data theft, the attackers spied on digital communication.
Der Bitkom-Präsident Achim Berg verwies darauf, dass die Hacker inzwischen deutlich professioneller vorgingen. Es handle sich längst nicht mehr um die früheren „Freizeithacker“, sondern um gut ausgerüstete und technologisch versierte Cyberbanden, bei denen teilweise unterstützende Staatsressourcen (vor allem aus Russland und China) zu vermuten seien.
Attackers' approach
Die Angriffe basieren keinesfalls nur auf rein technischem Hacking. Vielmehr spielt Social Engineering eine sehr bedeutende Rolle. Es funktioniert über die Manipulation von Mitarbeitern, die auf Nachfrage einem vermeintlich vertrauenswürdigen Kontakt sensible Zugangsdaten herausgeben. Eine Zwitterstellung nimmt das Einspielen von Schadsoftware über E-Mail-Anhänge ein: Auch hierbei wird die Ahnungslosigkeit von Beschäftigten ausgenutzt, ohne sie persönlich bzw. telefonisch zu kontaktieren. Sie vertrauen einfach einem Mailinhalt, laden einen Anhang herunter und schleusen damit einen Schadcode ins System ein. Experten verweisen darauf, dass inzwischen Codes auch im reinen E-Mail-Text platziert werden können, auch wenn das bislang selten vorkommt. Damit könnte das System schon angegriffen werden, wenn ein Mitarbeiter nur die E-Mail (ohne Anhang) öffnet.
Why is industrial espionage so extremely dangerous?
Experten des BfV (Bundesamt für Verfassungsschutz) verweisen darauf, dass die Industriespionage und -sabotage den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährden. Inzwischen ist immer häufiger der Verfassungsschutz mit solchen Fällen befasst, weil man auch eine Gefährdung der inneren Sicherheit erkennt. Im Visier der Angreifer seien Mitarbeiter-, Kunden-, Technik- und Finanzdaten, so die Experten des BfV. Wenn ein Angreifer erst einmal im System sei, könne er die sensiblen Informationen leicht abgreifen und zu seinem eigenen Vorteil nutzen. Das verschafft industriellen Konkurrenten einen Vorteil im Wettbewerb, doch es gibt noch schlimmere Folgen. Wenn ein Unternehmen nämlich Produkte für die kritische Infrastruktur oder gar für das Militär produziert, würde ein Abfluss von Daten unsere physische Sicherheit in Deutschland gefährden. Das muss seit dem 24. Februar 2022 (Kriegsausbruch in der Ukraine) in einem gänzlich neuen Licht betrachtet werden. Doch auch das Abgreifen von patentierten Entwicklungen der B2B- und B2C-Produktentwicklung verursacht enorme Schäden, zumal manche Angriffe lange unbemerkt bleiben – bis ein Konkurrent plötzlich ein vergleichbares Produkt günstiger auf den Markt bringt, weil er die Entwicklungsdaten gestohlen und damit die Entwicklungskosten gespart hat.
Which sectors are particularly affected by industrial espionage?
Nach der jüngsten Analyse von Bitkom sind dies:
- Automotive industry
- Mechanical engineering
- Chemical industry
- Pharmaceutical industry
- Hardware and software manufacturers
Aufgrund ihrer hohen Innovationskraft müssen sich unter den Maschinenbauern vor allem die Anbieter von neuen Antriebstechniken, wie Motoren, Getriebe etc.besonders gut vor Industriespionage schützen.
Conclusion
Unternehmen müssen in ihre digitale Sicherheit investieren. Das gelingt durch qualifizierte Fachkräfte, moderne Sicherheitssysteme und die permanente Aktualisierung der eigenen Software.
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