- Ob ein Spiel Glücksspiel ist, prüfst du als Spieler oder Elternteil an drei Merkmalen: Du zahlst, du kannst etwas gewinnen, und der Zufall entscheidet. Fehlt eines davon, ist es nach deutschem Recht kein Glücksspiel.
- Nur der Echtgeld-Slot ist eindeutig Glücksspiel: Die Windows-Tweaks-Redaktion hat neun Spielarten verglichen. Gratis-Dreh, Demo-Slot, verdiente Lootbox und Battle Pass sind kein Glücksspiel, weil jeweils ein Merkmal fehlt.
- Bei Lootboxen kannst du dich nicht auf Glücksspiel-Schutz verlassen: Das Gesetz nennt Lootboxen nicht und sagt nicht, ob ein Gegenstand im Spiel als Gewinn zählt. Gilt eine Lootbox nicht als Glücksspiel, verlangt das Gesetz dafür kein Spielkonto, bei dem der Anbieter deine Angaben prüft.
- Hinweise zeigen vor dem Kauf, wo Zufall mitspielt: Neuere Spiele tragen von USK und PEGI einen Hinweis auf zufällige Käufe. Im Microsoft Store müssen Spielanbieter ab dem 22. Oktober 2026 die Wahrscheinlichkeit jedes Zufallsgegenstands nennen.
- Damit Lootboxen nicht teuer werden, kontrollierst du die Ausgaben selbst: Mit Microsoft Family Safety genehmigst du jeden Kauf deines Kindes im Microsoft Store. Als erwachsener Spieler siehst du im Bestellverlauf, was du ausgegeben hast.
Schnelle Übersicht:

Lootboxen, Münzspiele und Slots sehen auf dem Bildschirm oft ähnlich aus, und bei allen dreien entscheidet der Zufall. Ob ein Spiel Glücksspiel ist, siehst du ihm nicht an. Das betrifft deine eigenen Käufe am Windows-PC ebenso wie die deines Kindes.
Die drei Begriffe im Titel meinen jeweils etwas anderes:
- Lootbox: eine Kiste mit Zufallsinhalt. Du kaufst sie im Spiel, öffnest sie und weißt vorher nicht, was darin steckt. Den Inhalt nutzt du nur im Spiel.
- Münzspiel: ein Spiel, das wie ein Spielautomat aussieht, aber mit virtuellen Münzen läuft. Du kaufst die Münzen oder bekommst sie geschenkt, ausgezahlt wird nichts. Auch „Social Casino“ genannt.
- Slot: ein virtueller Spielautomat mit drehenden Walzen. Beim Echtgeld-Slot spielst du mit eigenem Geld und kannst Gewinne auszahlen lassen, beim Demo-Slot mit Spielgeld.
Lootboxen können teuer werden. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat am 26. August 2026 die Auswertung von 81 Erfahrungsberichten zu Lootboxen (PDF) veröffentlicht.
Die Berichte sind nicht repräsentativ. Sie nennen Gesamtausgaben zwischen 100 Euro und mehreren Tausend Euro, drei Extremfälle liegen über 10.000 Euro.
Seit Juni 2026 vergibt das europäische Altersfreigaben-System PEGI für neu eingereichte Spiele mit bezahlten Zufallsobjekten mindestens PEGI 16. Der Microsoft Store verlangt ab dem 22. Oktober 2026 von Spielanbietern, vor dem Kauf die Wahrscheinlichkeit jedes Zufallsgegenstands zu nennen. Die EU-Kommission will im vierten Quartal 2026 den Digital Fairness Act vorschlagen.
Wir haben fünf Paragrafen des Glücksspielstaatsvertrags 2021 mit den amtlichen Erläuterungen und § 10b des Jugendschutzgesetzes im Wortlaut gelesen. Dazu kamen die Altersfreigaben der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) und von PEGI, die Regeln von vier Stores und die Hilfeseiten von Microsoft und Steam.
Daraus ist der Vergleich von neun Spielarten weiter unten entstanden. Stand ist der 15. Oktober 2026, die Angaben gelten für Deutschland.
Drei Merkmale machen ein Spiel zum Glücksspiel
Ein Spiel ist Glücksspiel, wenn du für eine Gewinnchance zahlst und der Zufall ganz oder überwiegend entscheidet, ob du gewinnst. So steht es im Glücksspielstaatsvertrag 2021 (PDF), § 3 Abs. 1. Die Regel hat drei Merkmale, die du als Fragen an jedes Spiel stellen kannst:
- Gewinnchance: Kannst du etwas gewinnen?
- Entgelt: Zahlst du dafür?
- Zufall: Hängt es ganz oder überwiegend vom Glück ab, ob du gewinnst?
Lautet eine Antwort Nein, ist es nach dem Glücksspielstaatsvertrag kein Glücksspiel. Mit denselben Fragen ordnest du jedes weitere Spiel selbst ein.
Entgelt ist ein Einsatz, aus dem sich die Gewinnchance ergibt, also Geld, das du für die Chance zahlst. Eine bloße Teilnahmegebühr genügt nicht. Das hat das Bundesverwaltungsgericht am 16. Oktober 2013 (Az. 8 C 21.12) bei einem Fußballmanager-Spiel geklärt, zu einer gleichlautenden Regel des früheren Staatsvertrags.
Was als Gewinn zählt, erklärt das Gesetz nicht. Gewinnen kannst du Geld, aber auch einen Gegenstand, den du nur im Spiel nutzt.
Zu Lootboxen schrieb die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) am 1. März 2024 in einer Mitteilung:
„Es gibt derzeit in Deutschland keine einheitliche rechtliche Einordnung zu Lootboxen.“
Die Positionen dazu reichen laut GGL von „Lootboxen sind grundsätzlich kein Glücksspiel“ über „können im Einzelfall Glücksspiel darstellen“ bis „stellen regelmäßig Glücksspiel dar“.
Neun Spielarten im Vergleich 2026
Zwei Tabellen ordnen die neun Spielarten ein. Die erste prüft sie Merkmal für Merkmal nach dem Gesetzestext, die zweite zeigt Altersfreigabe, Erlaubnis und Spielkonto.
So liest du die Tabellen:
- „Ja“ und „nein“ stehen dort, wo der Gesetzestext eine klare Antwort gibt.
- „Offen“ heißt: Der Gesetzestext entscheidet es nicht, und in den ausgewerteten Quellen gibt es keine einheitliche Antwort.
- „Kommt darauf an“ heißt: Das hängt vom einzelnen Spiel ab.
- „Entfällt“ heißt: Ein früheres Merkmal fehlt schon, die Prüfung endet dort.
Entgelt, Gewinn und Zufall nach dem Glücksspielstaatsvertrag
Die Spalte „Gewinn mit Geldwert“ fragt, ob du etwas gewinnst, das auch außerhalb des Spiels Geld wert ist. Dazu gibt es keine einheitliche Antwort.
| Nr. | Spielart | Entgelt (du zahlst) | Gewinn mit Geldwert | Zufall | Ergebnis nach dem Gesetzestext |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Lootbox, mit Echtgeld gekauft, Inhalt nur im Spiel nutzbar | ja | offen: Das Gesetz sagt nicht, was als Gewinn zählt. | ja | offen: Gewinn strittig |
| 2 | Lootbox nur mit verdienter Spielwährung (Münzen oder Punkte aus dem Spiel), kein Kauf möglich | nein | entfällt | ja | kein Glücksspiel: Entgelt fehlt |
| 3 | Zufallsziehung für Figuren oder Gegenstände („Gacha“) mit gekaufter Spielwährung | ja, über die gekaufte Spielwährung | offen: Das Gesetz sagt nicht, was als Gewinn zählt. | ja, je Ziehung | offen: Gewinn ungeklärt |
| 4 | Digitale Kartenpacks mit zufällig gezogenen Sammelkarten | ja, wenn mit Echtgeld oder gekaufter Spielwährung bezahlt | offen: Das Gesetz sagt nicht, was als Gewinn zählt. | ja | offen: Gewinn ungeklärt |
| 5 | Münzspiel mit Slot-Optik („Social Casino“), keine Auszahlung | kommt darauf an: gekaufte Münzen ja, geschenkte nein | offen: nur im Spiel nutzbar, nichts wird ausgezahlt | ja | offen: Gewinn ungeklärt; bei geschenkten Münzen fehlt das Entgelt |
| 6 | Glücksrad mit täglichem Gratis-Dreh und Preisen im Spiel | nein; gekaufte Zusatzdrehs: wie Nr. 1 | entfällt | ja | kein Glücksspiel beim Gratis-Dreh: Entgelt fehlt |
| 7 | Demo-Slot mit Spielgeld, ohne Echtgeld | nein | nein | ja | kein Glücksspiel: Entgelt fehlt |
| 8 | Echtgeld-Slot bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis | ja | ja | ja | Glücksspiel |
| 9 | Battle Pass: Saisonkarte mit vorab sichtbaren Belohnungen | ja, aber als Teilnahmegebühr | nein | nein | kein Glücksspiel: Zufall fehlt |
Altersfreigabe, Erlaubnis und Spielkonto je Spielart
| Nr. | Spielart | Altersfreigabe-Hinweis | Erlaubnis nötig | Spielkonto mit Prüfung der Angaben |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Lootbox, gekauft | ja: USK „In-Game-Käufe + zufällige Objekte“; PEGI „Paid random items“ | offen | nein, solange nicht als Glücksspiel eingeordnet |
| 2 | Lootbox, verdient | kommt darauf an: Die Hinweise gelten für Käufe mit echtem Geld; lässt sich die Spielwährung kaufen, gilt Nr. 1 | nein | nein |
| 3 | Zufallsziehung („Gacha“) | ja: Der Hinweis hängt an der Mechanik, nicht am Genre | offen | nein, solange nicht als Glücksspiel eingeordnet |
| 4 | Kartenpacks | ja: USK nennt „Item Packs“ (Kartenpacks) | offen | nein, solange nicht als Glücksspiel eingeordnet |
| 5 | Münzspiel („Social Casino“) | ja: PEGI 18; USK „Glücksspielthematik“ | offen | nein, solange nicht als Glücksspiel eingeordnet |
| 6 | Glücksrad, Gratis-Dreh | kommt darauf an: gekaufte Zusatzdrehs wie Nr. 1 | nein | nein |
| 7 | Demo-Slot | ja: PEGI „Simulation of gambling“ = 18; USK „Glücksspielthematik“ | nein nach dem Gesetzestext | kommt darauf an: ja bei Demo-Spielen eines Glücksspielanbieters (§ 6j) |
| 8 | Echtgeld-Slot, erlaubter Anbieter | entfällt: Minderjährige dürfen nicht teilnehmen (§ 4 Abs. 3) | ja: für den Anbieter und für das einzelne Spiel (§ 4, § 22a) | ja, vor Spielbeginn (§ 6a) |
| 9 | Battle Pass | ja, aus anderem Grund: USK „Druck zum Vielspielen“; PEGI 12 bei befristeten Angeboten | nein | nein |
Was der Vergleich über Lootboxen, Münzspiele und Slots zeigt
Nur der Echtgeld-Slot erfüllt alle drei Merkmale eindeutig
Bei der verdienten Lootbox, dem Gratis-Dreh und dem Demo-Slot (Nr. 2, 6 und 7) fehlt das Entgelt. Beim Battle Pass (Nr. 9) fehlt der Zufall. Dort endet die Prüfung.
Ob Lootboxen Glücksspiel sind, ist in Deutschland offen
Bei Lootboxen, Zufallsziehungen („Gacha“), Kartenpacks und Münzspielen mit gekauften Münzen sind Entgelt und Zufall erfüllt. Offen ist, ob ein Gegenstand, den du nur im Spiel nutzt, als Gewinn zählt.
Ahmt ein Videospiel Glücksspiel nur nach („simuliertes Glücksspiel“), fällt es nach den amtlichen Erläuterungen zum Staatsvertrag nicht unter den Vertrag. Erfüllt ein Teil des Spiels die drei Merkmale doch, gilt der Vertrag, und der Anbieter braucht eine Erlaubnis.
Bundesrat und EU-Kommission nehmen Regeln in den Blick
Am 21. November 2025 bat der Bundesrat die Bundesregierung zu prüfen, ob sie auch Lootboxen regelt, die nicht unter die Glücksspiel-Definition fallen. Das soll Jugend und Gesundheit schützen.
Die EU-Kommission will laut ihrem Arbeitsprogramm 2026 im vierten Quartal den Digital Fairness Act vorschlagen. Er soll gegen süchtig machende Gestaltung digitaler Angebote vorgehen. Der vzbv fordert in seiner Mitteilung vom 26. August 2026, dass der Digital Fairness Act auch für Spiele gilt.
Münzspiel und Echtgeld-Slot sehen ähnlich aus
Der Echtgeld-Slot ist eindeutig Glücksspiel, weil dort echtes Geld ein- und ausgezahlt wird. Beim Münzspiel (Nr. 5) bleibt die Einordnung offen. Wer nur geschenkte Münzen nutzt, zahlt nichts, und dann fehlt das Entgelt.
Die Altersfreigabe sagt nichts darüber, ob ein Spiel Glücksspiel ist
Die USK weist seit Januar 2023 bei neuen Spielen auf Käufe und Chats hin, zum Beispiel mit „In-Game-Käufe + zufällige Objekte“. Das Jugendschutzgesetz nennt „glücksspielähnliche Mechanismen“ als Risiko für Kinder und Jugendliche (§ 10b Abs. 3), nicht als Glücksspiel.
PEGI, das europäische System, vergibt für Münzspiele mit Casino-Optik („Social Casino“) PEGI 18. Für neu eingereichte Spiele mit bezahlten Zufallsobjekten gilt seit Juni 2026 mindestens PEGI 16.
Stores verlangen die Wahrscheinlichkeit jedes Zufallsgegenstands
Die Store-Richtlinien von Microsoft gelten in Version 7.20 ab dem 22. Oktober 2026. Spielanbieter müssen dann vor dem Kauf nennen, mit welcher Wahrscheinlichkeit du jeden Zufallsgegenstand bekommst. Apple und Google Play verlangen das ebenfalls.
Auch ohne Zufall kann ein Spiel zum Vielspielen drängen
Ein Battle Pass (eine Saisonkarte mit vorab sichtbaren Belohnungen) ist kein Glücksspiel, weil der Zufall fehlt. Die USK nennt „Season Passes“ trotzdem als Beispiel für „Druck zum Vielspielen“.
Wo Spielgeld endet und Echtgeld beginnt
Beim Demo-Slot (Nr. 7) spielst du mit Spielgeld, beim Echtgeld-Slot (Nr. 8) mit eigenem Geld und kannst Gewinne auszahlen lassen. Wer nach dem Münzspiel oder dem Demo-Slot um echtes Geld spielen will und dazu nach einem Online-Casino ohne Verifizierung sucht, setzt von da an eigenes Geld ein.
Freispiele, die Anbieter bewerben, sind etwas anderes als Spielgeld. Den Unterschied zwischen Demo-Guthaben und Bonus-Freispielen haben wir in einem eigenen Ratgeber erklärt.
Öffentliches Glücksspiel braucht in Deutschland eine Erlaubnis (laut Glücksspielstaatsvertrag 2021, § 4 Abs. 1). Bei Slots ist eine eigene Erlaubnis für den Anbieter und eine für jedes einzelne Spiel nötig (§ 4, § 22a).
Ob ein Anbieter erlaubt ist, zeigt die Whitelist der GGL auf gluecksspiel-behoerde.de. Sie ist die amtliche Liste aller Anbieter mit deutscher Erlaubnis. Zusätzlich kannst du am PC die Sicherheit einer Spieleseite prüfen, etwa die verschlüsselte Verbindung im Browser.
Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis mitspielt, macht sich strafbar (§§ 284, 285 Strafgesetzbuch). Das schreibt die GGL auf ihrer Seite zu legalen Online-Casinos, aktualisiert am 13. August 2026. Woran du ein legales Echtgeld-Casino erkennst, erklärt unser Ratgeber ausführlicher.
Wer Glücksspiele im Internet anbietet, darf niemanden ohne Spielkonto spielen lassen (§ 6a Abs. 1). Du gibst Namen, Geburtsdatum, Geburtsort und Wohnsitz an, und der Anbieter prüft, ob die Angaben stimmen. Bis er sie bestätigt hat, darfst du höchstens 72 Stunden spielen und höchstens 100 Euro einzahlen, Auszahlungen gibt es in dieser Zeit nicht.
Auch Demo-Spiele laufen nur mit Spielkonto, wenn ein Glücksspielanbieter sie anbietet (§ 6j Abs. 1). Ob Anbieter von Lootboxen und Münzspielen dazugehören, ist offen.
Käufe am Spiele-PC freigeben und prüfen
Käufe steuerst du am PC an zwei Stellen, bei Microsoft und bei Steam. Die Schritte stammen aus den aktuellen deutschen Hilfeseiten beider Anbieter.
Family Safety: Käufe freigeben und Browser-Spiele filtern
Mit Microsoft Family Safety genehmigst du Käufe deines Kindes im Microsoft Store und im Xbox Store. Wie du die Familiengruppe einrichtest, beschreibt unser Ratgeber zur digitalen Sicherheit für Teenager. Richte das Konto deines Kindes als Standardbenutzer ein, also ohne Administratorrechte, sonst greifen die Familienfunktionen unter Umständen nicht.
Öffne am PC die Windows-Sicherheit-App, wähle „Familienoptionen“ und dann „Familieneinstellungen anzeigen“. Du landest auf der Family-Safety-Website.
Tippe in der Family-Safety-App oder auf family.microsoft.com auf den Namen deines Kindes, scrolle ans Ende der Details und wähle „Ausgaben verwalten“ (Microsoft-Hilfe zu Ausgabenlimits in Family Safety). Aktiviere dort den Schalter „Genehmigung für jeden Kauf erforderlich“. Jede Anfrage erreicht dich als Benachrichtigung auf dem Telefon.
Für ein Ausgabenlimit lädst du Geld auf das Microsoft-Konto deines Kindes. Mehr als das Guthaben kann dein Kind nicht ausgeben. Mit „Lassen Sie sich über jeden Kauf benachrichtigen“ meldet dir Family Safety außerdem jeden Kauf.
Für Browser-Spiele gibt es den Webfilter: Wähle in der Family-Safety-App dein Kind, dann „Inhaltsfilter“, und blockiere Websites oder erlaube nur zugelassene. Der Filter funktioniert nur in Microsoft Edge. Solange er aktiv ist, blockiert Family Safety andere Browser.
Steam-Familie: Kindersicherung und Kaufwunsch
Steam bündelt die Kindersicherung in der Steam-Familie mit bis zu sechs Mitgliedern. Unter „Accountdetails“ öffnest du die „Familienverwaltung“, legst mit „Familie erstellen“ die Familie an und schaltest im Tab „Verwalten“ die „Kindersicherung für diesen Benutzer“ ein.
Kinder können Erwachsenen einen Kaufwunsch für Spiele schicken. Für Käufe im Spiel rät die USK zu Prepaid-Guthaben und zu einem eigenen Kinderkonto, weil auf Eltern-Konten oft Zahlungsmethoden hinterlegt sind.
Ausgaben prüfen und Spielwährung umrechnen
Als erwachsener Spieler siehst du deine eigenen Käufe im Bestellverlauf. Melde dich unter account.microsoft.com/billing mit dem Konto an, mit dem du gekauft hast, und wähle „Zahlung & Abrechnung > Bestellverlauf“. Bei Steam zeigt der Steam-Support nach der Anmeldung deine letzten Einkäufe.
Rechne Spielwährung in Euro um, damit du siehst, was eine Ziehung kostet. Angenommen, ein Paket mit 500 Münzen kostet 4,99 Euro und eine Ziehung 100 Münzen. Dann kostet jede Ziehung rund einen Euro, bei 40 Ziehungen im Monat sind das etwa 40 Euro.
Wann du eine Pause einlegst
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) nennt auf „Check dein Spiel“ Warnzeichen, die sinngemäß auch auf Käufe in Spielen passen. Dazu zählt, wenn du mehr Geld einsetzt, als du dir leisten kannst, vergeblich versuchst, weniger zu spielen, oder weiterspielst, um Verlorenes zurückzuholen. Trifft eines davon auf dich zu, hilft der Selbsttest bei Check dein Spiel.
Bei neuen Spielen prüfst du zuerst die drei Merkmale, liest die Altersfreigabe und schaltest die Genehmigung für jeden Kauf ein. Um echtes Geld spielst du nur bei Anbietern auf der Whitelist.
Hilfe, wenn aus Spielspaß mehr wird: Check dein Spiel des BIÖG bietet Selbsttest und Online-Beratung. Das Beratungstelefon erreichst du unter 0800 1 37 27 00, kostenlos und anonym. Die Zeiten: montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr, freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, außer am 24. und 31. Dezember.
Sandro Villinger hat den Ratgeber am fachlich geprüft. Er ist Gründer und Chefredakteur von Windows Tweaks und schrieb unter anderem für Computerbild in Deutschland und PCWorld in den USA.
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