Mehr als 2 GByte Arbeitsspeicher in Vista x86 (32-Bit?)

Spiele, Videoschnitt, HD-Filme, Audio-Editing und viele weitere Einsatzbereiche des Computers sind auf Arbeitsspeichergrößen jenseits der 2 GByte-Grenze angewiesen. Doch Vista unterstützt bei Ihnen nur rund 3.0 bis 3.5 GByte RAM? Hier lesen Sie mehr zum Hintergrund. (Von Sandro Villinger)
1-2 GByte Arbeitsspeicher sind hier oftmals nicht genug. Auf meinem Hauptrechner habe ich mich ebenfalls entschieden, von 2 GByte auf 4 GByte RAM (Random Access Memory) aufzurüsten, doch die “Überraschung” war groß: Insgesamt kommt Windows Vista nur 3335 MByte von den insgesamt 4096 MByte erkennen, obwohl die Riegel keinen Defekt vorweisen und beim Start des Computers die korrekte Zahl angezeigt wurde.

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Mehr als 2 GByte Arbeitsspeicher in Windows Vista x86 unmöglich?

Die Erklärung
Eine echte “Überraschung” war es nicht: 32-Bit Betriebssysteme (und dazu zählt Windows Vista x86) haben aufgrund ihrer Architektur nur einen begrenzten “Adressbereich”. Adressen werden (wie im “richtigen Leben”) dazu benutzt, um Speicherbereiche anzusprechen. Aufgrund des limitierten Adressbereichs teilen sich aber der Arbeitsspeicher und verschiedene weitere Geräte (z.B. Grafikkarten, Soundkarten) die Adressen. Das Problem wurde schon vor rund 10 Jahren mit dem Pentium Pro-Prozesseror erkannt, der die physikalische Adresserweiterung unterstützte (PAE, Physical Adress Extension), damit ein 36-Bit Adressbereich zur Verfügung steht. Dieser erlaubt den Zugriff auf 64 GByte Arbeitsspeicher. Allerdings muss die Hardware auch PAE unterstützen: Leider ist der Großteil aller Motherboards (Hauptplatinen) nicht für PAE ausgerüstet.
Anhand meines Beispiels wird die Begrenzung auf 3.3 GByte deutlich: Meine Grafikkarte (eine GeForce 8800 GTX) hat 768 MByte Videospeicher. Diese 768 MByte belegen den Adressbereich, der normalerweise für den Arbeitsspeicher vorgesehen sind. Selbst wenn mein Mainboard PAE unterstützen würde, muss der darauf installierte Chipsatz in der Lage sein, die 768 MByte der Grafikkarte in einen Speicherbereich ÜBERHALB der 4096 MByte Speicher zu verschieben. Gleichzeitig wurden eine Vielzahl der herkömmlichen 32-Bit (x86) Treiber nicht dafür vorgesehen, in einem verschobenen Speicherbereich zu agieren.

Lösung Nummer 1: Den PAE-Modus aktivieren
Sie können auf einem unterstützten Mainboard aktivieren. Ihr Mainboard muss dabei über die Funktion “Memory Remapping” verfügen, was oftmals SEHR (!) schwer herauszubekommen ist. Bei meinem verwendeten Asus Striker Extreme (ein sehr leistungsfähiges Mainboard für Spieler) habe ich keinerlei Informationen darüber finden können. Doch ein Versuch ist es immer Wert:

  1. Klicken Sie auf “Start/Alle Programme/Zubehör“. Rechtsklicken Sie auf “Eingabeaufforderung” und wählen Sie “Als Administrator ausführen“. 

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  2. Tippen Sie nun den Befehl “BCDEdit /set PAE forceenable” ein (ohne Ausführungszeichen) und bestätigen Sie mit Enter.

Hat es geklappt? Wenn ja, können Sie sich glücklich schätzen, da Ihr Mainboard die Adressierung unterstützt.

Lösung Nummer 2: Windows Vista x64 installieren
64-Bit Versionen von Windows Vista können mit bis zu 128 GByte Arbeitsspeicher locker auskommen, weshalb hier die Installation der x64-Version empfehlenswert ist! Als Käufer von Windows Vista Ultimate erhalten Sie die 64-Bit-Edition gleich mit im Paket. Besitzer der anderen Editionen können die 64-Bit-DVD gegen Aufpreis (lediglich Versandkosten werden berechnet, circa 10?, wenn mich nicht alles täuscht). Ich selbst bin nun komplett auf Windows Vista 64-Bit umgestiegen und hatte bislang keinerlei Probleme mit Treibern oder Software!

Lesen Sie hier mehr zur Problematik:

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Ich hoffe, dass Ihnen dieser Artikel helfen konnte!

Ihr Sandro Villinger

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