PayPal – Wie funktioniert die Technologie des Fintech-Pioniers?

| 2. Dezember 2021 | 0 Kommentare

PayPal ist eines der beliebtesten Fintech-Unternehmen in der Kategorie der Bezahldienstleister und wird von mehr als 300 Millionen Menschen eingesetzt. Der Bezahldienst ist weltweit tätig und wurde bis zum Jahr 2015 noch eBay zugerechnet. PayPal ist seit 2015 aber eigenständig und besitzt in der Form eines Tochterunternehmens (PayPal Europe) einen Sitz in Luxemburg sowie einen Hauptsitz in Kalifornien. Das europäische Tochterunternehmen wird PayPal (Europe) S.à r.l. & Cie, S.C.A. genannt und besitzt eine Banklizenz. Das amerikanische Mutterunternehmen besitzt eine solche Lizenz nicht. PayPal (Europe) wird von der CSSF (Finanzaufsichtsbehörde Luxemburg) kontrolliert. Generell gibt PayPal an, keine Bank zu sein. Die Funktionsweise von PayPal ist auch nicht mit einem Bankkonto zu vergleichen.

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PayPal – wie funktioniert der Dienst?

PayPal gibt keine Kontonummern aus, sondern erledigt alle Bezahlvorgänge über die hinterlegte E-Mail-Adresse eines Kunden. Um PayPal nutzen zu können, wird aber nicht nur eine E-Mail-Adresse benötigt. Es muss auch eine Bankverbindung oder eine Kreditkarte angegeben werden, damit Zahlungen abgebucht werden können. Die Zahlungen vom hinterlegten Bankkonto (Bankverbindung) wird per Einzugsermächtigung abgebucht.

Welche technischen Voraussetzungen sind zur Nutzung notwendig?
Die Nutzung von PayPal erfolgt digital. Neben einer E-Mail-Adresse sollte auch die PayPal-App installiert werden können oder es sollte ein Browser sowie ein Internetanschluss (oder mobile Daten) vorhanden sein. Die PayPal-App ist für iOS- und Android-Betriebssysteme erhältlich. Wenn Sie PayPal per Internetbrowser nutzen, dann achten Sie auf https-Seiten und andere Sicherheitsmerkmale. Die PayPal-App gilt zwar als sicher, aber es sollte regelmäßig eine Virenprüfung sowie Malwareprüfung auf PC und mobilen Geräten durchgeführt werden.



Wer kann PayPal nutzen?

Das Angebot von PayPal richtet sich sowohl an Privatkunden als auch an Händler. Händler müssen für die Nutzung des Dienstes, beispielsweise bei Überweisungen, einen Festbetrag sowie ein Prozent des Umsatzes an PayPal zahlen. Für Privatkunden ist die Nutzung des Dienstes in der Regel kostenlos. Ein Händler darf die zu zahlenden Gebühren nicht auf den Käufer umlegen. Die genauen Geschäfts- und Nutzungsbedingungen können bei PayPal selbst eingesehen werden. PayPal ist ein sicherer Bezahldienst und kann auch in Online-Casinos genutzt werden. Das Online Casino mit PayPal zu bezahlen, ist zwar bei den meisten Anbietern nicht mehr möglich. Es gibt jedoch noch eine kleine Auswahl renommierter Casinos, bei denen Zahlungen via Paypal akzeptiert werden.

Welche Vor- und Nachteile bietet PayPal?

PayPal ist der Zahlungsdienstleister für Einkäufe in Onlineshops. Egal, ob eBay oder ein anderer Onlinedienst, bei dem Ware erworben werden kann, die Einkäufe können oft über PayPal abgewickelt werden. PayPal ermöglicht zudem das Senden von Geld an Bekannte und Freunde.



PayPal Vorteile

Der Vorteil des Bezahldienstes liegt auf der Hand. Das Geld ist in der Regel sofort auf dem PayPal-Konto des Empfängers. Es muss keine Überweisung vorgenommen werden, die tagelang dauert, wie es bei vielen Banken üblich ist. Die Bezahlvorgänge erfolgen über die hinterlegte E-Mail-Adresse. Es werden über den Dienstleister keine Bankdaten des Senders herausgegeben. Der Zahlungsempfänger kennt in der Regel nur die E-Mail-Adresse und den Namen des Senders. Dass die Bankdaten nicht übertragen werden, sorgt für eine gewisse Sicherheit. Privatverkäufer können sich, je nach Bezahlvorgang, vor Geldverlust und vor Betrug schützen. Es gibt den sogenannten Käuferschutz, der aber nicht vorhanden ist, wenn das Geld an einen Freund gesendet wird. Es kann also von vornherein festgelegt werden, ob es sich um einen Freund bzw. Bekannten oder um einen Händler handelt, der das Geld bekommt. Wenn die bestellte Ware also nicht beim Käufer ankommt oder stark von der eigentlichen Bestellung abweicht, dann der Käufer das Geld zurückfordern und bekommt es unter bestimmten Voraussetzungen erstattet.

PayPal Nachteile

Informationen werden vom Dienst über die Nutzerinnen und Nutzer gesammelt. Die Datenschutzerklärung gibt das Sammeln der Daten an und verrät, dass gespeichert wird, an wen (Adresse) Ware geliefert wurde, für welchen Betrag eingekauft wurde und wer zu welchem Zeitpunkt einen Einkauf tätigt. Zudem werden über Apps Standortdaten und Hardwaredaten sowie andere Geräteinformationen übertragen. PayPal kann auch weiterführende Informationen über Kreditauskunfteien, Händler und Datenanbieter über den jeweiligen Kunden einholen. Zudem kann PayPal diese Daten an Unternehmensgruppen, Finanzeinrichtungen, Händler und anderen Unternehmen, mit denen eine Partnerschaft besteht, in der Theorie weitergeben. Es ist von „Recht vorbehalten“ und „Weitergaben an andere Dritte aus geschäftlichen Gründen“ die Rede.

Welche Daten können theoretisch weitergegeben werden?

Es können personenbezogene Daten weitergegeben und zu Marketingzwecken genutzt werden. Wenn PayPal eingerichtet wurde, dann wurde in der Regel auch die Zustimmung zur Datenweitergabe gegeben. Diese Zustimmung kann nachträglich entzogen werden.

PayPal als Treuhänder

PayPal fungiert quasi als Treuhänder und übernimmt nur die Zahlungsabwicklung. Die Dienste von PayPal sind unabhängig von den Diensten eines Verkäufers, der mittels PayPal-Dienst bezahlt werden kann, zu sehen. Es gibt keine Kontonummer, sondern nur die E-Mail-Adresse eines PayPal-Mitgliedes, über die Zahlungen ausgeführt werden. PayPal ist lediglich der Transferdienstleister und hat mit der Leistungserbringung eines Händlers nichts zu tun. Bei PayPal entfällt die Banklaufzeit, die ansonsten bei Überweisungen anfällt. Die Ausnahme bietet die Echtzeitüberweisung, mit der ein Überweisungsbetrag der Empfängerbank sofort gutgeschrieben wird. Für eine Echtzeitüberweisung fallen allerdings Gebühren an, die in der Regel der Sender des Geldes (Überweisende) trägt. Nicht alle Banken bieten Echtzeitüberweisungen an. PayPal kann hingegen von Privatverkäufern kostenlos genutzt werden. Des Weiteren bieten die Banken keinen Käuferschutz an. PayPal hingegen, bietet die Zahlung mit Käuferschutz als Dienstleistung an.

Kategorie: Allgemein

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