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Windows XP Service Pack 1 – Infos, Fakten und erste Hilfe

| 25. November 2013 | 0 Kommentare

Über einen Monat länger als für Windows 2000 liesen sich die Redmonder Programmierer Zeit um eines der größten XP-Events des Jahres auf die Reihe zu bekommen: Das Service Pack 1 ist seit dem frühen Morgen des 10. Septembers auf den Microsoft Downloadseiten anzutreffen und soll die bisherigen Aktualisierungspakete, die in Windows NT Zeiten berühmt geworden sind, bei weitem in den Schatten stellen. Diese Windows XP SP1 Preview wird ihnen zeigen, ob sich die Betriebssystemmacher diesmal wirklich ins Zeug gelegt haben oder ob die bisherigen Probleme durch neue ersetzt wurden.

Das Service Pack 1 wird seinem Namen zunächst einmal gerecht, denn sämtliche Hotfixes von der Microsoft Hotline, der Knowledge Base und den Downloadseiten wurden bequem zusammengetragen und setzen zu einen Rundumschlag gegen die Fehler, Misstände und Probleme der eXPerience Welt an.

Bei der Entwicklung des Service Packs steckte sich Microsoft die Ziele sehr hoch und versprach Grundlegendes an der Sicherheit, Geschwindigkeit und Problemlösung zu unternehmen und entfachte so die Hoffnung vieler absturzgeplagter Windows XP Nutzer sowie derer die ständig mit Sicherheitslücken im Netz und Performanceprobleme bei der Arbeit zu kämpfen haben. Doch auch die Kompatibilität wurde endlich vernünftig umgesetzt und so kommt Windows XP, nach der SP1 Frischzellenkur, mit einer komplett neuen Hardwareunterstützung sowie Kompatibilitätserweiterungen für hunderte Programme daher.

Service Pack 1 – Mehr als nur 400 Hotfixes in einem Bündel

Es sind neben diesen vielen Patches, Updates und Hotfixes auch vollständig neue Technologien für die Zukunft mit an Board, die Windows XP wieder auf den aktuellen technischen Zwischenstand schießen lassen. Als wichtigste Neuerung darf die Entfernung der MiddleWare gehandelt werden…


MediaPlayer, Messenger, Internet Explorer und Co. im Fadenkreuz

Bereits Monate vor dem offiziellen Termin wurde aufgrund der Bestimmungen des

US Department of Justice (DOJ) klar, dass Microsoft nun endlich seine Monopolstellung aufheben sollte und sich den Drittherstellern erbarmen müsse. Nun gibt es die Möglichkeit die integrierten Programme MSN Messenger 4.7, Internet Explorer 6.0, Windows Media Player 8.0, Java Virtual Machine (Den Java Standard hat Microsoft ja zum schlechten verändert) und Outlook Express 6.0 aus dem System auszubinden. Bitte beachten Sie, dass Microsoft unter ausbinden nicht löschen oder deinstallieren versteht sondern lediglich die Löschung der Verknüpfungen und internen Verweise.


Dieses Symbol finden Sie in kleiner Form auch im Startmenü

Wenn Sie nun den aktuellen Browser Opera 6.05 benutzen, so wird dieser sämtliche HTML Endungen ohnehin für sich beanspruchen und diesem Internet Explorer entziehen, weshalb dieses Feature leider wenig Sinn macht. Das Gleiche gilt für Audio/Video Dateien, die Sie vorher mit dem MP 8/9 geöffnet haben und sich nun für WinAMP 3.0 als Standardanwendung entscheiden. Also ist das Gewese, dass die Presse sowie Microsoft selbst um die MiddleWare Revolution macht nichts weiter als eine Frage der Dateiendungs- und Verknüpfungsänderung. Eine anständige Möglichkeit zumindest einen Teil zu löschen besteht in diesem Windows Tweaks Artikel.

         

  In der Systemsteuerung bearbeiten Sie ab sofort die so genannte MiddleWare

Ich empfehle ihnen eindeutig auch einmal einen Blick ausserhalb des Microsoft Zaunes zu werfen, in dem Sie eingesperrt sind:

MSN Messenger 4.7
Eine wesentlich bessere Alternative ist der Chatguru Trillian, welcher nicht nur MSN Kompatibilität bestitzt sondern darüber hinaus mit ICQ, Y!, AIM und IRC funktioniert, was seine Überlegenheit deutlicht macht. Ausserdem braucht man hier keine Angst vor evtl. Spionage durch den Firmenguru zu haben – entsprechende Gerüchte drehen zurzeit die Rune.

Internet Explorer 6.0
Ich benutze als wesentlich bessere Alternative den Browser Opera 6.05: Seine Schnelligkeit weisst selbst bei einem Modem große Pluspunkte auf und die Kompatibilität ist nicht mehr so schlecht, wie es einst in der Ecke der Drittherstellerbrowser der Fall war. Auch die Möglichkeit den Opera durch Skins optisch aufzuwerten ist lobenswert und rückt Opera in ein wesentlich besseres Licht als den Internet Explorer. Schade nur, dass bisher kaum jemand das sieht…

Windows Media Player 8.0/9.0
Die neue Generation der Media Player aus dem Hause Microsoft weiss in meinen Augen durchaus zu überzeugen und ist schlichtweg das beste Abspielprogramm für Audio und Videomedien. Die Medienbibliothek ist extrem einfach zu handhaben und weisst durch die leichte Auswahl von Playlists auch ein hohes Maß an Benutzerfreundlichkeit auf. Im Test schneiden die Produkte WinAMP 2.xx oder 3.00 Beta wesentlich schlechter auf. Ein Wehmutstropfen ist die Spionagefunktion, die man im übrigen leicht ausschalten kann, sowie das Fehlen von Skins.

Outlook Express 6.0
Auch wenn es in seiner Funktionalität nicht so umfangreich ist wie der große Bruder Outlook aus dem Office XP Paket so eignet es sich doch sehr für den kompletten E-Mail Verkehr. Auch hier schließe ich mich nicht der allgemeinen Ich hasse Microsoft Meinung an sondern behaupte aufgrund der Tatsache, dass ich Outlook seit Jahren benutze, dass es ein solides Programm ist.

Java Virtual Machine
Die beliebte Programmiersprache, die sich für herkömmliche Anwendungen und Webapplikationen eignet, wurde vor einigen Jahren von Microsoft überarbeitet (zum schlechten hin). Da nun aber jeder Rechner mit dem neuen Java versehen wurde mussten sich die Hersteller wohl oder übel auf den MS Java Standard einlassen – hier bleibt dem Benutzer nichts anderes übrig als mit diesem Vorlieb zu nehmen, da man mit dem original Java von Sun Microsystems nicht alle MS Java Programme und Seiten öffnen lassen kann. Dies ist auch das Problem von vielen Drittherstellerbrowsern.

(Die folgenden zwei Texte habe ich aus meinem Windows 2000 SP3 Preview übernommen, da sie identisch mit dem Windows XP Service Pack 1 sind)


AutoUpdate – der Hotfix Service für Windows XP

Am 25 Juni vollendete Microsoft die Programmierung an ihren neuen Windows Update Diensten, welche unter dem Namen Software Update Service (SUS) ihr System erweitern werden: Dieser Dienst informiert Sie bei bestehender Internetverbindung ob wichtige Hotfixes für Windows XP zur Verfügung stehen.

Nicht nur für Heimanwender ist dieses Feature interessant, denn gerade Systemadministratoren wird das Leben und der tägliche Umgang mit Windows XPSecurity Hotfixes erleichtert. Er kann die Updates an beliebige Netzwerk Rechner verteilen.


Klicken Sie hier für einen SUS Film, welcher die neuen Funktionen beschreibt

Dieser neue Dienst findet sowohl in der gesamten Windows 2000 Famillie als auch beim Windows XP Zugpferd und im neuen Windows .NET einen festen Platz. Es muss aber auch beachtet werden, dass lediglich kritische Sicherheitsupdates (Meist Sicherheitslöcher, die von Hackern genutzt werden), kritische Updates sowie Sicherheitspakete über den SUS verteilt werden.

 

Windows Installer 2.0 – die neue Setup Technologie durchleuchtet

Die Microsoft Software Installer sind Programmroutinen, welche sich Entwickler zunutze machen, damit Sie ihre Anwendungen installieren können. Sobald Sie also ein Programm auf ihrem Rechner einrichten möchten meldet sich der MSI zu Wort und führt Sie durch das Setup. Besonders für Software Programmierer ist die vereinfachte Handhabung von MSI 2.0 interessant, da diese nun erkennen kann ob es sich bei dem verwendeten Betriebssystem um Windows XP Home oder Professional handelt.

An Normal User richtet sich der Windows Installer dann, wenn es bei einigen Programmen zu Installationsschwierigkeiten (Besonders in Bezug mit Windows eXPerience) kommt. Möglicherweise kommt es aufgrund der Fehlerbeseitigung und funktionellen Erweiterung zu Problemen mit einigen älteren Installationsprogrammen, was Windows Tweaks aber noch genauer überprüfen wird.


Die Einbindung der bekannten .NET Strategie

Ein Durchbruch im Internet stellt die .NET Strategie dar, welche mit dem XP Service Pack 1 ihren kleinen Einstand halten und mit Windows .NET und Vista groß rauskommen wird. Hierbei wird das Internet als (einfach ausgedrückt) Massenspeicher genutzt. Es wird fortan jedem möglich sein seine Daten auf einen Microsoft Server (Bitte nicht aufhören zu lesen) hochzuladen und diese von überall her abzurufen – dieses geniale Prinzip ist allerdings im Moment nur mit Breitbandinternetanschlüssen zu realisieren, da man mit Modem/ISDN wesentlich längere Ladezeiten beim Zugreifen und Speichern von Dateien hätte. Das .NET Framework (Die Unterstützung für diese Technologie) wird bald für alle Betriebssysteme ab Windows 98 downloadbar sein.


Die neuen Windows XP Hardware Errungenschaften

Die mobilen Handheld Geräte mit dem Namen Windows CE for Smart Displays und Windows Media Center Edition werden ebenfalls mit Windows XP betrieben – allerdings erst nachdem das Betriebssystem durch SP1 für den tragbaren und heimbenutzer Einsatz vorbereitet wurde. Auch USB 2.0 Unterstützung findet sich ab sofort in der Supportliste des Redmonder Betriebssystems – diese Technologie erlaubt die gigantische Datenrate von 480 Mbit, was besonders für Netzwerkler interessant werden könnte.

Die Veränderungen in der Windows Produktaktivierung

Microsoft wollte nun endlich ein Ende mit der Piraterie machen und spendierte dem Service Pack 1 einen Analyseassistent, welcher feststellt, ob man eine illegale Seriennummer (Die Bekannteste fängt mit FCKGW an) verwendet. Ist dies der Fall so kann die Installation nicht fortgesetzt werden – Mittlerweile sind dutzende Schlüssel von legalen XP Versionen für illegale Zwecke missbraucht worden. Für Besitzer von diesen Originalversionen sieht es düster aus. Windows Tweaks wird ihnen aber bald Hilfe leisten und die Änderung des Product Key erläutern.

In kurzen Stichworten: Das erwartet Sie in Windows XP SP1

- USB 2.0, Windows XP Tablet Edition und Windows CE for Smart Displays Support
- 400 Patches, Updates und Bugfixes zur Sicherheit, Kompatibilität und Problemlösung
- Eine veränderte (bereits geknackte) Produktaktivierungstechnologie
- Die Möglichkeit die MiddleWare zu entfernen
- Die neuen Windows Update Services
- Das Internet Explorer SP1
- .NET Framework Unterstützung

Der Exklusivdownload: Windows XP Service Pack 1

Mithilfe des folgenden Links können Sie das Service Pack ohne große Umschweife und Abfragen, wie Sie es von den Microsoft Downloadseiten gewohnt sind, herunterladen.

                     
Download von Service Pack 1

HINWEIS ZUR NEUVERÖFFENTLICHUNG: Dieser Artikel wurde von Sandro Villinger produziert und stammt aus dem Windows-Tweaks-Archiv, das seit Ende der 1990er Jahre aufgebaut wurde.

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Kategorie: Service Pack 1 (XP), Windows XP, XP & Vista

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