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Windows 2000 - Einleitung, Fakten und Neuerungen auf einen Blick

25. November 2013
Updated: 6. Dezember 2021

Mit Sehnsucht erwarteten die User Ende 1999 den lange angekündigten Nachfolger von Windows NT 4.0. Microsoft entschied sich gegen den erstmals vorgebenen Namen Windows NT 5.0 und startet ins neue Jahrtausend mit dem Namen Windows 2000. Eine ganze Reihe von verschiedenen Versionen standen in den Startlöchern - man vermutete bei dem Namenszusatz Professional auch eine Version für Heimanwender. Weit gefehlt, denn Windows 2000 Professional ist in der Tat das kleinste der Betriebssysteme. Dahinter reihen sich die großen Brüder, welche sich nur für den Servereinsatz nützlich machen können und für den Heimanwender keinerlei Vorteile hätten.

Demnach ist Windows 2000 nicht der Nachfolger von Windows 98, sondern ist der neueste Sproß von Microsofts Highend Betriebssystemen, welche vollkommen auf höchste Stabilität und Geschwindigkeit (Performance) ausgerichtet sind. Wie auch sein Vorgänger NT verzichtet Windows 2000 komplett auf den DOS Unterbau und ist daher als reines 32 Bit Betriebssystem anzusehen im Gegensatz zu Windows 9x/Me, welche allesamt noch mit 16 Bit Altlasten zu kämpfen haben und daran kränkeln.

Falls Sie von Windows 98 auf Windows 2000 Professional umsteigen müssen Sie sich erst noch ein wenig eingewöhnen, da viele Optionen andere Namen haben und unterschiedlich aufzufinden sind. Die Benutzerführung wurde aber erheblich verbessert und mit optischen Schmankerln aufgewertet. Das neue Farbschema macht einen klaren und professionellen Eindruck.

Der erste Dämpfer: Preisschock!

Selbst wenn Sie sich für die kleinste Version entscheiden bleibt ein Loch von 205€ im Geldbeutel, was die Freude an diesem Betriebssystem sehr trübt. Die sündhadt teuren Servervarianten gehen in die Tausende.

Der Unterschied zwischen Windows 2000 und seinen Vorgängern

Gegenüber dem blassgrünen Windows NT/98 hat sich nicht nur mit dem hellblauen Farbschema etwas getan. Neben der Optik wurden zahlreiche Funktionen aufgewertet und verbessert.

Das neue NTFS 5 Dateisystem

Eine Festplatte arbeitet mit ihrem eigenen Dateisystem. Dies kann zum Beispiel FAT32 oder NTFS sein. Für Windows 2000 haben die Entwickler das bekannte New Technologie File System (NTFS) nochmal überarbeitet und eine höhere Versionsnummer als bei NT 4.0 drangehängt. Bei NTFS zählen, zur Freude der Benutzer, besonders Stabilität, Sicherheit und Geschwindigkeit bei Laufwerken jenseits der 2 Gigabyte Grenze.

Die Sicherheit zeichnet sich durch die funktion der Verschlüsselung aus. Ein Benutzer kann nicht auf die Daten des anderen Zugreifen und umgekehrt auch nicht. Auch die Funktion Datenträgerkontingente wurde bereits in Windows NT schmerzlich vermisst. Hierbei ist es möglich einem Benutzer des Computers nur eine bestimmte Speicherkapazität zuzuweisen ohne spezielle und teure Programme erstehen zu müssen. Auch lassen sich Änderungen an Dateien exakt zurückverfolgen was einem hohen Maß an Sicherheit gleicht.

Stabil ist NTFS aus dem Grunde der Selbstreparierung. Es erkennt Fehlerhafte Daten und flickt diese fleißig wieder zusammen. Besonders nach Abstürzen ist dies eine dankende Abhilfe!

Die Geschwindigkeit von diesem neuartigen Dateisystem zeichnet sich auch durch die verbesserte Datenanordnung aus. Dateien werden viel weniger fragmentiert und sind damit für die Festplatte leichter auszulesen. Aber auch NTFS bringt irgendwann einmal Unordnung auf die Platte weshalb sich Windows ein Herz genommen und ein neues Defragmentiertool an Bord gebracht hat.

Windows ordentlich halten - das neue Windows 2000 Defragmentierprogramm

Bis zu 50% Leistung werden beim sogenannten Fragmentieren der Dateien einer Festplatte verschenkt. Je öfter Sie Dateien speichern, löschen und verschieben desto mehr gerät ihre Festplattenordnung durcheinander. Hier sind Lücken, dort ein Teil des Programms und ganz woanders der Rest. Der Schreib- und Lesekopf der Festplatte muss hier unnötig suchen was zur Lasten der Geschwindigkeit und ihrer Nerven geht.

Microsoft hat nun seinem NT-Nachfolger ein durchdachtes und im Gegensatz zu Windows 98/Me effizientes Defragmentierungsprogramm spendiert, welches die Daten wieder in Ordnung bringt und die Geschwindigkeit steigert. Klicken Sie auf die Überschrift um sich Screenshots und Fakten anzusehen!

Internet Explorer 5.0 - die Welt liegt in ihren Händen

Mit dem Internet Explorer 4.0 ist Microsoft der Durchbruch gelungen. Mit diesem sogenannten Browser finden Sie leicht Informationen im weltweiten Datennetz Internet. Er ermöglicht das Anzeigen von Videos, Bildern und Tönen sowie das Speichern und Ausdrucken. Er verfügt über viele Sicherheitsfunktionen und eignet sich deshalb besonders für Benutzer, die auf ihre Daten Wert legen.

Eine übersichtliche Favoritenfunktion erleichtert das leichte Auffinden von ihren Lieblingen im Internet. Klicken Sie auf den Link um weitere Bilder und Informationen zu erhalten.

Das Windows der Träume für Geschwindigkeitsfanatiker?

Microsoft versprach bereits im Voraus wahre Wunder im Bereich der Windows 2000 Schnelligkeit. Das Betriebssystem soll den Prozessor und den Arbeitsspeicher besser ausnutzen und effektiver damit arbeiten sowie die Festplatte sauber und damit schnell halten. Können die Windows 2000 Macher dieses Versprechen auch einlösen?

Im Vergleich mit Windows 9x/Me geht Win2000 als der klare Sieger in allen Geschwindigkeitsdisziplinen hervor. Es können wesentlich mehr Programme geladen werden und mit diesen kann man dann immer noch ohne Probleme arbeiten. Gerade die verbesserte Speicherverwaltung bringt im Spiele und Highendanwendungssektor ein Riesenplus an Performance. Derzeit kann nur noch Windows XP mit dieser Geschwindigkeit mithalten.

Allerdings muss man als User auch die entsprechende Hardware haben um diesen Vorteil zu nutzen. Erst ab 128 Megabyte Arbeitsspeicher fängt Windows 2000 an richtig Spass zu machen. Maschinen mit mehr als 256 MB sind auf der sicheren Seite und können das System voll ausreizen.

Der Startvorgang von Windows 2000 gestaltet sich als der längste in der Windows Geschichte. Selbst auf schnellen Rechnern braucht es ca. eine geschlagene Minute um hochzufahren. Windows Me/XP gibt hier mit seinen 20 Sekunden ein wesentlich besseres Bild ab. Doch was vielen Usern wichtig ist, dass es auch korrekt läuft nach dieser Zeit. Es nützt nichts, wenn man nach kurzer Zeit mit Windows arbeiten kann und dieses instabil, langsam und unsicher ist.

Die Stabilität von Windows 2000 - Endlich absturzsicher?

Windows 2000 macht einen großen Schritt in Richtung der perfekten Stabilität von Windows Betriebssystemen. Da der Kern (sogenannter Kernel) in zwei Teile aufgestückelt ist, sei es dem User immer ermöglicht ein instabiles Programm zu beenden ohne das das gesamte System mitgerissen wird.

Falls eine Anwendung also nicht mehr reagiert genügt der Griff zum Taskmanager (STRG+ALT+ENTF) und per Rechtsklick lässt sich das abgestürzte Programm komplett aus dem Speicher laden. Sie können dann ohne weitere Komplikationen mit Windows 2000 weiterarbeiten. Selbst gecrashte Spiele, die ja ziemlich Tief an die Hardware gehen, lassen sich auf diesem Wege vollständig rausschmeissen. Wer aber jetzt glaubt, dass Windows 2000 nicht mehr abstürzt hat gewaltig geirrt. In den meisten Fällen sind schlechte Treiber oder die Hardwarekomponenten an einem sogenannten Bluescreen oder einem Freeze (Wenn das gesamte System einfriert, stillsteht) die Hauptursache. Also ist man weitgehend von der Eigenmächtigkeit der großen Firmen und deren Treiberqualität abhängig.

Fazit: Das perfekte Betriebssystem?

Mit Windows 2000 macht Arbeiten und Spielen richtig Spass. Die hohe Leistung und Zuverlässigkeit spiegeln sich in allen Punkten wieder und lassen richtige Freude beim Umgang aufkommen. Die damaligen Diskussionen über Kompatibilitätsprobleme mit Spielen oder älteren Anwendungen sind verstummt, denn mittlerweile sind alle Programme auch mit diesem Betriebssystem vollkommen lauffähig.

Auch treiberseitig erkennt Windows treu sämtliche Hardware und bindet diese korrekt in das System ein obwohl man manchmal nachhelfen muss.

Für Spieler wie auch für professionelle Arbeiter mit mittelklasse Hardware eignet sich Windows 2000 am besten. Ich kann hier ohne Einschränkung eine Empfehlung aussprechen.

Für den Fall, dass Sie noch nicht sicher sind empfehle ich ihnen die Screenshotsammlung, welche ihnen bereits einen guten Eindruck von Windows 2000 Professional liefert.

HINWEIS ZUR NEUVERÖFFENTLICHUNG: Dieser Artikel wurde von Sandro Villinger produziert und stammt aus dem Windows-Tweaks-Archiv, das seit Ende der 1990er Jahre aufgebaut wurde.

Gründete WindowsTweaks als Teenie in den 90er Jahren. Seine hilfreichen PC-Tricks machten daraus Deutschlands meistbesuchte Windows-Seite (damals sah Sandro so aus). Dann schrieb er länger woanders, etwa für PC-Praxis, Computerbild und PCWorld in den USA. Auch Microsoft warb ihn uns ab. Jetzt ist Sandro zurück, teilt hier endlich wieder seine Tweaks. Für einen stressfreien digitalen Alltag. Sie erreichen Sandro via E-Mail.
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